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Katalogverzeichnis

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Katalog Seite 3

Lotnr.   Künstler Beschreibung Preis
 61 061 Furtwängler, Felix Martin
(geb. 1954 in Karlsruhe, lebt in Dietratried/Allgäu und Berlin)
Vier Fassungen der Totenbildnisse von Kaiser Maximilian I
Gedruckt von Holz- und Kunststoffdruckstöcken, 2019, jeweils: 790×340, alle sign., zusätzlich verso sign., teilweise dat., außerhalb der als Leporello erschienenen Jahresgabe der Maximilian-Gesellschaft 2019. Die Farbfassungen der vorliegenden Graphiken weichen erheblich vom Auflagendruck ab, sind also außerordentlich selten! Kaiser Maximilian I. ist am 12. Januar 1519 verstorben. Furtwängler griff bei seiner Darstellung auf ein Totenbildnis Maximilians aus dem Jahre 1519 zurück, das den ehedem so hochgemuten Renaissance-Fürsten in radikaler menschlicher Schlichtheit und Hinfälligkeit zeigt. Er reflektiert in seiner Arbeit dieses praktizierte Ars moriendi, diesen tiefen Fall, diesen Umsturz im Selbstverständnis des stolzen Herrschers, der den Prunkharnisch des Ritters mit dem Leichenhemd vertauscht und seine sterblichen Überreste einer symbolischen Marter unterzogen wissen wollte. (Ernst Fischer).
300.-
 62 062 Giebe, Hubertus
(geb. 1953 Dohna, lebt in Dresden)
Petrus
Zeichnung, Kreide, Mitte der 1980er Jahre, 358×227, sign., betitelt. Wohl die Interpretation des Petrus, die der Künstler in einer Kirche sah.
500.-
 63 063063-1 Giebe, Hubertus
(geb. 1953 Dohna, lebt in Dresden)
Doppel – Kopf
Farblithographie auf Bütten, 1987, 440×355, sign., dat., betitelt, bez.: E.A.
Beigegeben: Rothaariger Akt I, Farblithographie auf Hahnemühle Bütten, 1987, 450×345, sign., dat., num.(12/15), betitelt.
200.-
 64 064 Giebe, Hubertus
(geb. 1953 Dohna, lebt in Dresden)
Erwin Strittmatter
Radierung auf Hahnemühle-Bütten, 1987, 250×140, Blattgröße: 475×358, sign., dat., num.(1/10), betitelt.
100.-
 65 065 Giebe, Hubertus
(geb. 1953 Dohna, lebt in Dresden)
Zu Gottfried Benn Untergrundbahn
Farbradierung auf Hahnemühle, 1993, 380×240, Blattgröße: 540×395, sign., dat., num.(54/60), betitelt. Prachtvoller Druck!
200.-
 66 066 Glöckner, Hermann
(Cotta bei Dresden 1889 – 1987 Berlin, lebte in Dresden und Berlin)
Gips auf Maschendraht
Farbsiebdruck in Schwarz und Rot auf festem Karton, um 1959, 403×294, mon.
350.-
 67 067 Glöckner, Hermann
(Cotta bei Dresden 1889 – 1987 Berlin, lebte in Dresden und Berlin)
Hochstehende Faltung, 2mal
Farbsiebdruck, 1975, 610×470, mon.
350.-
 68 068 Gnüchtel, Dietrich
(geb. 1942 Leipzig, lebt in Leipzig)
1959-1969 autodidaktische Beschäftigung mit Malerei, nebenher Tätigkeit als Werbegrafiker, seit 1984 freischaffend.

Komposition 869
Mischtechnik und Collage auf Packpapier, 1991, 490×360, sign., dat., bez.: 869. Verso Stempel mit ehemaliger Adresse des Künstlers. Auf Untersatzpapier lose montiert, dort nochmals bez. Für seine Werke nutzt der Künstler überwiegend Materialien, die nach Gebrauch ausgesondert oder weggeworfen werden: Pappen, Packpapier, Sackleinen, Sand, Erde und Asche. Somit entdeckt er den Kreislauf des Vergehens und des Wiederentstehens in jeder seiner Arbeiten neu. Obwohl Gnüchtel in der pulsierenden Leipziger Kunstszene ein Einzelgänger blieb, fanden seine Arbeiten beim Publikum große Beachtung.

550.-
 69 069 Göschel, Eberhard
(Bubenreuth 1943 – 2022 Dresden)
Ab 1964 Studium der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1965 Umzug nach Dresden, 1977-1980 Meisterschüler bei Theo Balden an der Akademie der Künste in Berlin, bereits seit 1968 Teil des Künstlerkreises um A. R. Penck, Peter Herrmann, Peter Graf und Jürgen Böttcher (Strawalde), 1975 erste Personalausstellung im Dresdner Leonhardi-Museum, 1978 Gründung der Obergrabenpresse zusammen mit Herrmann, Lorenz, Theilmann und A. R. Penck. Die Galerie Hieronymus in Dresden widmete Göschel anlässlich seines 80. Geburtstages eine Gedenkausstellung.

Ohne Titel (Vertikalen)
Mischtechnik über Radierung auf handgeschöpften BFK-Rives-France-Bütten, 2004, 320×500, Blattgröße: 530×748, sign., dat., num.(1/1). Einmaliger unikater Druck! Der Künstler bearbeitete die Platte mit verschiedenen Techniken, was der Arbeit die spannende Struktur verleiht und druckte diese dann eigenhändig.

600.-
 70 070 Goetsch, Hans
(Gartz/Oder 1892 – 1981 Berlin)
Ab 1914 Abendkurse in graphischen Techniken an der Kunstgewerbeschule in Berlin, 1916 Einberufung zum Kriegsdienst, 1920 erste Gemeinschaftsausstellungen, u.a. im Kunstverein Hannover, Ende der 1920er Jahre Umzug in die Hufeisensiedlung in Berlin-Britz, wo er Bekanntschaft mit Erich Mühsam und Heinrich Vogeler schließt, erste Stadtansichten in Zeichnungen und Aquarellen von graphisch betonter Kargheit, die stilistisch an die Arbeiten von Werner Heldt erinnern. Die Ansichten des zerstörten Berlin werden zu einem wichtigen Thema seines Ruvres. 1951 Mitglied der Künstlergruppe Der Ring.

Alte Dorfkirche
Farbige Pastellkreiden, Kohle, teilweise gespritzt, vermutlich Ende der 1940er Jahre, 500×730, sign., im Passepartout unfachmännisch montiert, dennoch leicht ablösbar.
Großformatiges Pastell, das die Kargheit der Berliner Landschaft unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg in melancholischer Farbigkeit thematisiert. Anflüge zu den Arbeiten Werner Heldts sind klar erkennbar.

400.-
 71 071 Gotsch, Karl Friedrich
(Pries/Kreis Eckernförde 1900 – 1984 Schleswig)
1920 Studium an der Kunstakedemie in Dresden bei Oskar Kokoschka, Aufenthalt in St. Peter Ording, New York u. a.

Bei Flaute (Kapitän Ewerlin)
Lithographie auf festem Karton, 1922/23, 366×440, Blattgröße: 432×588, sign., dat., von fremder Hand links am unteren Rand bez., verso kleine Klebereste alter Montierung. Abgebildet in: Friedrich Karl Gotsch-Stiftung, Schloß Gottorf, Schleswig, 1996, Kat.-Nr. 125, Abb. S, 128.

400.-
 72 072 Götze, Moritz
(geb. 1964 in Halle – lebt in Halle)
Seit 1986 freiberuflicher Maler und Graphiker, 1996 Kunstförderpreis des Landes Sachsen-Anhalt. Bekannt wurde der Künstler vor allem für die Emaille-Arbeiten, seine Werke sind von Pop Art und Comic Elementen beeinflusst.

Georg Friedrich Händel
Der große Sohn der Stadt Halle!
Farblithographie von 4 Steinen auf Bütten mit Wasserzeichen und Druckerstempel, 2006, 500×400, Blattgröße: 660×500, sign., dat., num.(16/50), Druck: Tabor Presse Berlin. Kurios: Händel, Komponist des Barock, wurde in der gleichen Kirche getauft, wie Moritz Götze 279 Jahre später.

200.-
 73 073 Graf, Peter
(geb. 1937 Crimmitschau, lebt in Radebeul)
Frauenbildnis
Gouachefarben auf festem Karton, 2001, 302×240, auf Untersatzkarton lose montiert.
400.-
 74 074 Grieshaber, HAP
(Rot an der Rot 1909 – 1981 Eningen unter Achalm)
Eulengarten
Holzschnitt in Schwarz und Dunkelblau, 1970, 560×410, sign., num.(30/115).
WV Fürst 70/98 b.
130.-
 75 075 Grieshaber, HAP
(Rot an der Rot 1909 – 1981 Eningen unter Achalm)
Uracher Palme (Die Palme Attempto)
Holzschnitt, 1976, 1070×575, sign., seitlich mit der Schrift Attempto 500 Jahre Eberhard-Karls-Universität Tübingen 1477-1977, handschriftlich bez.: Hommage á Johannes R. Becher 1989. Aus der Auflage für den Reclam Verlag, Leipzig. Großformatiger Holzschnitt.
WV Fürst 76/51 c.
250.-
 76 076 Grundig, Hans
(Dresden 1901 – 1958 Dresden)
Masken
Radierung, 1936, 247×240, von der Frau des Künstlers Lea Grundig sign., dat., betitelt, vermutlich Druck aus den 60er Jahren.
WV Bernhardt D 44.
160.-
 77 077 Grundig, Hans
(Dresden 1901 – 1958 Dresden)
Betrachtung
Radierung, 1937, 241×328, sign., dat., num.(1-10), betitelt, verso Klebereste alter Montierung und mit Bleistift Junghanns. Provenienz: Sammlung Junghanns, Berlin. Die Familie Junghanns war mit den Grundigs befreundet. Während der Zeit des Ausstellungsverbotes beider Grundigs während des Nazi-Regimes litt das Paar bittere Not. Die Familie Junghanns versorgte das Ehepaar mit Dingen des täglichen Bedarfs. Hans und Lea Grundig revanchierten sich mit Schenkungen ihrer Graphiken, vor allem zu Hause gedruckt und in kleinster Auflage. Sehr selten! Nicht nur ein Zeitdokument, sondern auch Ausdruck gelebter Nächstenliebe, welche die Zeit überdauert hat.
WV Bernhardt D 47.
600.-
 78 078 Grundig, Hans
(Dresden 1901 – 1958 Dresden)
Lernender Arbeiterjunge
Linolschnitt, 1930, 275×245, von Lea Grundig für Hans Grundig sign., dat. und betitelt, Nachlaßstempel von Hans Grundig, rechts und links oben Klebespuren von alter Montierung weit außerhalb der Darstellung.
WV Bernhardt D 67.
100.-
 79 079 Grundig, Hans
(Dresden 1901 – 1958 Dresden)
Zum Grubenunglück in Mansfeld (60 Tote)
Linolschnitt, 1930/32, 318×340, sign. Hans Grundig von Lea Grundig, dat., betitelt, bez.: verkauft in Arbeiterversammlungen, späterer Abzug p. m., Der Satz im Hintergrund Gegen Ausbeutung, kämpft mit der KPD, ist aus Sicherheitsgründen während der Nazizeit weggeschnitten.
WV Bernhardt D 70.
320.-
 80 080 Grundig, Lea
(Dresden 1906 – 1978 auf einer Schwarzmeerreise bei Constanta, lebte in Dresden)
Kampf der atomaren Aufrüstung
Friede für alle Liebe (Pablo Neruda)
Blatt 4 der Folge Fragen und Mahnungen
Radierung, 1968, 490×320, Blattgröße: 650×500, sign., dat., Auflage: 40 Exemplare, betitelt, verso oben Reste alter Montierung. Großformatiger, gratiger Druck.
WV Ladengalerie 144.
150.-
 81 081 Grundig, Lea
(Dresden 1906 – 1978 auf einer Schwarzmeerreise bei Constanta, lebte in Dresden)
Liebespaar hinter dem Dornbusch
Radierung, 1970, 230×177, sign., dat., betitelt.
WV Ladengalerie 159.
120.-
 82 082 Grzimek, Sabina
(geb. 1942 Rom, lebt in Berlin und Schönschornstein/Erkner, Trägerin des Kunstpreises des Landes Brandenburg als Bildhauerin)
Kleiner stehender Junge
Bronze, 1979/83, Höhe: 255, Tiefe: 105, Breite: 60, mon. (auf der Plinthe), Kunstgießerei Schöneiche, vermutlich nicht mehr als zehn Exemplare. Abgebildet in: S. G., Plastik und Druckgrafik, Katalog 23, SKH, Galerie im Alten Museum, 1987.
1250.-
 83 083 Grzimek, Sabina
(geb. 1942 Rom, lebt in Berlin und Schönschornstein/Erkner, Trägerin des Kunstpreises des Landes Brandenburg als Bildhauerin)
Bernd Rosner und Gabriele Muschter
(Kunsthistoriker und Kuratoren, u.a. WV Erika Stürmer-Alex)
Aquarell, 2009, 740×555, mon., dat., das Aquarell mit Packpapier umklebt und von der Künstlerin bemalt, verso mon. und betitelt, unter Glas im Passepartout gerahmt. Ausgestellt in: S.G.: Plastiken – Aquarelle- Zeichnungen in der Helios-Galerie des Helios-Klinikums Berlin-Buch, 2010, veranstaltet von der Galerie am Gendarmenmarkt.
400.-
 84 084084-1 Grzimek, Waldemar
(Rastenburg/Ostpreußen 1918 – 1984 Berlin)
1937 Steinmetzlehre bei der Philipp Holzmann AG, danach Studium der Bildhauerei bei Wilhelm Gerstel an der Hochschule für Bildende Künste Berlin, durch einen Bombenangriff in Berlin Verlust seines Frühwerkes, von 1945 bis 1946 Abschluss des Studiums unter provisorischen Umständen, nach Kriegsende – durch Vermittlung von Charles Crodel – 1946 Lehrauftrag an der Kunstschule Halle auf Burg Giebichenstein, Beginn der Zusammenarbeit mit Hedwig Bollhagen, in Halle enge Kontakte zu Gustav Weidanz und Willi Sitte, Mitglied der Künstlergruppe Die Fähre, von 1948 bis 1951 Professur für Plastik an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg, von 1956 bis 1961 Professur für bildende und angewandte Kunst an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 1967 Berufung zum Professor an die Technische Universität Darmstadt, von 1967 bis 1984 Professur für plastisches Gestalten an der TU Darmstadt. In Berlin stammen das Heinrich-Heine-Denkmal am Weinbergsweg (1958, Zweitabguss 2002 in Berlin-Mitte) und der Brunnen auf dem Wittenbergplatz (1985) von ihm. Auswahl der Skulpturen im öffentlichen Raum: Reiter auf strauchelndem Pferd (Stadtfriedhof in Biberach an der Riß), Bronzetür am Seitenschiff des Klosters Unser Lieben Frauen in Magdeburg (1976), Buchenwaldglocke im Glockenturm des Konzentrationslagers Buchenwald (1958). Werke Waldemar Grzimeks befinden sich unter anderem in der Neuen Nationalgalerie, Berlin und in der Berlinischen Galerie.

Tänzerin II
Bronze, 1967, Höhe: 420, Breite: 270, Tiefe: 230, verso mon., num.(3/10), Gießerstempel: Guss Barth Berlin. Abgebildet in: Raimund Hoffmann: Waldemar Grzimek. Welt der Kunst, Henschelverlag, Kunst und Gesellschaft, Berlin 1989, Kapitel 20. Kraftvolle erotische Skulptur, in der Grzimek die Emotionen und die ekstatische Rasanz der Körperbewegungen eindrucksvoll darstellt.
WV Roters 284.

4000.-
 85 085 Günther, Herta
(Dresden 1934 – 2018 Dresden)
Zwei Gläser Bier
Ölfarben auf Hartfaser, lasiert, 1982, 340×425, sign., verso nochmals sign., dat., im Künstlerrahmen. Eine der charakteristischen Wirtshausszenen, bei denen die Künstlerin dem Betrachter viel Spielraum für eigene Interpretationen läßt.
6200.-
 86 086 Günther, Herta
(Dresden 1934 – 2018 Dresden)
Halbakt mit Halskette
Pastell auf Bütten, 1982, 540×390, mon., dat., im Passepartout freigestellt lose montiert, großformatige Arbeit, welche die charakteristische Vorliebe der Künstlerin für das mondäne Porträt widerspiegelt. Ganzseitig farbig abgebildet im Katalog der Galerie a am Straußberger Platz (Berlin) anläßlich der Ausstellung Herta Günther. Malerei und Grafik vom 21. November bis 23. Dezember 1989. Dieser Katalog beigegeben. Schon vor der Eröffnung waren sämtliche ausgestellten Arbeiten der Künstlerin ausverkauft.
2400.-
 87 087 Günther, Herta
(Dresden 1934 – 2018 Dresden)
Dame mit weißem Hut
Pastell, 1992, 645×495, sign., dat., außergewöhnlich großformatige Arbeit der Künstlerin in leuchtenden Farben.
Provenienz: Galerie Leo.Coppi, Berlin 2016.
2800.-
 88 088 Günther, Herta
(Dresden 1934 – 2018 Dresden)
Die Blonde
Pastell auf Bütten, um 2010, 357×280, sign., im Passepartout freigestellt lose montiert. Frisches und farbenfrohes Pastell. Typisches Mädchenporträt der Dresdner Künstlerin.
1000.-
 89 089 Günther, Herta
(Dresden 1934 – 2018 Dresden)
Bildnis nach links
Pastell auf Bütten, 2010, 390×297, sign., unter Glas aufwendig gerahmt, im Passepartout freigestellt.
Provenienz: Galerie Leo.Coppi, Berlin 2014.
1600.-
 90 090 Günther, Herta
(Dresden 1934 – 2018 Dresden)
Dreizehneinhalb
Farbradierung, 1978, 323×263, sign., dat., num.(15/30), betitelt, zusätzlich in der Platte sign. Typisches melancholisches Mädchenporträt der Künstlerin.
WV M. Schmidt 161.
500.-

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