Katalog Seite 4

Katalogverzeichnis

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12

Katalog Seite 4

Lotnr.   Künstler Beschreibung Preis
 91 091 Hennig, Albert
(Kleinzschocher/Leipzig 1907 – 1998 Zwickau/Sachsen, Künstler des Bauhauses)
Puppenköpfe
Photographie, 1933/1978, 233×172, verso sign., dat., num.(II/X), unter Glas im Schrägschnitt-Passepartout geschmackvoll gerahmt.
180.-
 92 092 Henninger, Manfred
(Backnang 1894 – 1986 Stuttgart)
1919 Studium an der Stuttgarter Kunstakademie, 1920 an der Dresdner Akademie u.a. bei Oskar Kokoschka, Umzug nach Berlin und Bekanntschaft mit Max Liebermann, 1929 Gründungsmitglied der „Stuttgarter Neuen Sezession“, Flucht vor den Nazis nach Ibiza, 1936 aus Angst vor dem spanischen Bürgerkrieg Umzug ins Tessin, 1949 Berufung an die Stuttgarter Kunstakademie, nach der Eremitierung verstärkte Konzentration auf mythologische Themen, 1975 große Retrospektive des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart.

Iris
Aquarell, o.J. (wahrscheinlich 1970er Jahre), 750×530, sign., unter Passepartout lose montiert. Fantastisches Blumenstilleben in leuchtenden Farben.

900.-
 93 093 Holz-Averdung, Elisabeth
(Berlin 1911 – 1970 Berlin)
Studium an der Staatlichen Kunstschule in Berlin bei Hans Meid, danach freischaffende Malerin, 1951 – 52 Teilnahme an der Ausstellung „Künstler schaffen für den Frieden“, bedeutende Malerin von Porträts prominenter Personen, die in der DDR als politische Vorbilder galten. Vertreterin des sozialistischen Realismus.

Der reife Apfel
Ölfarben auf Leinwand, um 1960, 1000×1500, mon, dat. Die heroische Idealisierung des arbeitenden Menschen, welche auch eine erfüllte Freizeit umschloß, zeichnet sich in diesem Gemälde durch eine leicht verständliche Form des sozialistischen Realismus aus.

verkauft
 94 094

094-1

Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin)
Die Eule – Kirchturmspitze
Zwei Ölbilder Vorder- und Rückseite
Die Eule
Ölfarben auf Leinwand, diese auf Hartfaserplatte aufgespannt, um 2000, 500×400, sign. Expressives Porträt mit pastosem Farbauftrag. Der Künstler hob die charakterlichen Eigenschaften der von ihm porträtierten Menschen gerne auf schelmische (aber nie boshafte) Art durch Vergleiche mit der Tierwelt hervor. Vergleiche auch die „Käfer-Mappe“, Los-Nummer: 146. Als Grundlage diente eventuell die Literatur des Aesop. Im Wortsinne: Fabelhaft!
verso: Kirchturmspitze. Ölfarben auf Hartfaser, vermutlich 1990er Jahre, 500×400. Zurückgenommende, nicht minder skurille Malerei in typischer Husselscher Manier.
verkauft
 95 095 Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin)
Der Maikäfer
Mischtechnik auf gerissenem Kupferrupfen, um 2000, 600×445, sign., leichte, heitere und wolkige Arbeit, die wegen der Struktur des faserigen Rupfens einen besonderen Reiz hat.
verkauft
 96 096 Janssen, Horst
(Wandsbek/Hamburg 1929 – 1995 Hamburg)
Selbst, einer Katze eine Maus hinhaltend
Farbradierung auf Japan, 1987, 295×210, mon., in der Platte nochmals mon. und dat.(16.3.87), mit dem Stempel der Griffelkunst. Von tadelloser Erhaltung.
verkauft
 97 097

097-1
097-2
097-3

Jastram, Joachim (Jo)
(Rostock 1928 – 2011 Ribnitz-Damgarten, lebte in Marlow, OT Kneese)
Studium bei Walter Arnold an der Dresdener Hochschule für Bildende Künste, 1954 Studienortswechsel nach Berlin und bis 1956 Fortsetzung des Studiums an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake. Später Professur ebda.

Erotische Birne
Bronze, poliert und teils patiniert, 1990er Jahre, Durchmesser: 70. Die zwei auseinanderzunehmenden Hälften der Birne werden durch einen Stift an der eingesteckten fliegenden Biene fixiert. Das Innere der Birne beherbergt ein Paar beim Liebesakt (jeweils separat gegossen). Erotisches Kuriosum!

verkauft
 98 098 Kandt-Horn, Susanne
(Eisenach 1914 – 1996 Ückeritz)
Nein – Antikriegsblatt
Linolschnitt, 1980,
573×398, sign., dat., an den Ecken kleine Ausrisse, das Papier altersbedingt an den Rändern mit Fehlstellen, die Darstellung wird dadurch nicht beeinträchtigt.
110.-
 99 099 Kaplan, Anatoli Lwowitsch
(Rogatschow/Gebiet Gomel/Weißrussland 1902 – 1980 Leningrad)
Paar
Radierung, 1976, 208×166, in Kyrillisch sign. und betitelt „Fischka und Buckel“, zusätzlich in der Platte mon. und dat.
WV Mayer/Strodt 45.
100.-
 100 100 Kegel, Lore
(Düsseldorf 1901 – 1980)
Studium als eine der ersten Frauen an der Düsseldorfer Kunstakademie, 1935. In den frühen 1930er Jahren bereiste sie in unerschöpflicher Neugier Indien, Tibet und Lappland, später Zentralafrika, Südamerika, Südostasien und Ägypten. In ihrem Umkreis versammelten sich wichtige Künstler; vor allem aus der Hamburger Sezession. Die Weltreisende ist vor allem durch die Eröffnung der Kunsthandlung „Lore Kegel – Exotische Kunst“ bekannt. Private und staatliche Sammlungen versorgte sie mit indigener Kunst und galt als „Grand Dame“ der Kunstszene, deren Quell’ oftmals die sogenannten „Exoten“ waren.

Der Kuss
Pastell auf Papier (an den oberen Rändern unregelmäßig geschnitten), 1962, 498×188, mon. dat., verso nochmals sign., betitelt und dat.(August 62) sowie mit der Inventar-Nummer (181) versehen, Nachlaßstempel, am unteren Rand kaum sichtbare Stauchung, welche die Arbeit nicht beeinträchtigt, unter Passepartout lose montiert. Authenzitätszertifikat der Galerie feinart berlin beigegeben. Expressives Pastell in ausgewogener Farbigkeit.

950.-
 101 101 Keller, Fritz
(Rothenbach bei Glauchau 1915 – 1994 Bad Berka)
Maler der „Verschollenen Generaton”, der sich an der Formsprache der französischen Fauves und dem klassischen deutschen Expressionismus in den Prägungen des „Blauen Reiters” und der „Dresdener Brücke” orientiert hat.

Komposition
Gouachefarben auf Papier, 1/88, 296×374, verso sign., dat., betitelt, Nachlaßstempel. im Passepartout freigestellt montiert.

450.-
 102 102 Keller, Fritz
(Rothenbach bei Glauchau 1915 – 1994 Bad Berka)
Herbstliches
Gouachefarben auf Papier, o. J., 755×502, verso betitelt und Nachlaßstempel.
550.-
 103 103 Kinder, Hans
(Dresden 1906 – 1986 Dresden)
Ab 1916 Besuch der Kunstgewerbeschule in Dresden, Fronteinstatz während des Ersten Weltkrieges, ab 1924 Bauhaus in Weimar und Studium an der Akademie der Künste in Dresden, dort Meisterschüler bei Max Feldbauer, 1932 Mitglied der Neuen Dresdner Sezession, 1942 Zusammentreffen mit Picasso in Paris, nach 1947 Mitglied der Künstlergruppe „Das Ufer“. Zum Kunstbetrieb der DDR hält Kinder Abstand. Der Künstler hatte enge Beziehungen zu Ahrenshoop/Fischland-Darß, wo er auf der Hohen Düne ein Haus besaß. „Kinder war der Maler, der sich als Nonfigurist, als Bauhausschüler, in den sozialistischen Realismus hineinbegeben und dann wieder aus dieser flachen oberflächlichen Kunstszene gelöst hat, um danach ganz zu sich selbst zu kommen und Brandredner wurde für jede Form nonfigurativer Kunst“. (Zitat: Jo Jastram). Hans Kinders Werke befinden sich u.a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin, der Galerie Neue Meister Dresden und der Kunsthalle Rostock. Bedeutender Vertreter des Dresdner Spätkubismus.

Kleine gelbe Mitte
Temperafarben und Deckweiß auf weißem Malkarton, 14. 12. (19)83, 525×734, mon., dat., verso von fremder Hand betitelt und Werknummer BAE 75.

verkauft
 104 104
104-2
104-3
104-4
104-5
Klemke, Werner
(Berlin 1917 – 1994 Berlin)
Bedeutender Illustrator, besonders bekannt durch seine Arbeit für „Das Magazin“. Professor an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee.

Fünf freie Blätter: Reproduzierte Arbeiten für die Zeitung „Neues Deutschland“
1. Zum Gedicht „Liebes Pferd“ von Sarah Kirsch
Zeichnung, Feder, Tusche, um 1967-68, 159×198, verso von fremder Hand beschriftet: „Zeichnung von Werner Klemke zum Gedicht „Liebes Pferd“ von Sarah Kirsch. Erschienen auf der ersten Seite des ND in der sechziger Jahren.“
2. Wir gratulieren! (Zum internationalen Frauentag)
Zeichnung, Tusche, 1976, 239×319, sign., dat., betitelt, verso Archivstempel vom 8. Oktober 1967.
3. Hier beginnt die Messe
Zeichnung, Feder, Tusche, 1968, 237×319, sign., dat., vorne mittig Klebespuren.
4. Wat denn, Heerta, ham se wirklich früher mal sechs Tage inne Woche jearbeit?
Zeichnung, Feder, Tusche, 1967, 200×320, sign., dat., betitelt, verso Archivstempel vom 17. September 1967.
5. Die Sonne
Zeichnung, Feder, Tusche, 1968, 298×207, sign., dat., verso von fremder Hand bez. und Archivstempel vom 5 April 1968.

verkauft
 105 105
105-1
Klemke, Werner
(Berlin 1917 – 1994 Berlin)
1917-1977 (60 Jahre Oktoberrevolution)
Offsetlithographie, 1977, 220×360, sign., dat.
Beigegeben: Venus und Mars, Offset-Druck, 1981, 360×360, sign. Reproduziertes Blatt für die Zeitung „Neues Deutschland“ vom 1981.
verkauft
 106 106
106-1
Klemke, Werner
(Berlin 1917 – 1994 Berlin)
Geschwister
Lithographie, 1980, 240×315, sign., von fremder Hand bez.: Werner Klemke Pressefest 1980.
Beigegeben: Mädchen mit Korb, 1979, Offset-Druck, 390×260, sign., dat., verso von fremder Hand bez.: Werner Klemke, Farblich, 1979. 8.10.79.
verkauft
 107 107 Klinger, Max
(Leipzig 1857 – 1920 Großjena bei Naumburg)
Bergsturz
Radierung auf China, aufgewalzt auf festes Velin. 1881, 420×290, Blattgröße: 625×445, in der Platte sign., Blatt VI aus der Mappe „Intermezzi“. Rad. Op. IV.
12 Compositionen. Erschienen bei Theo Ströfers Kunstverlag, Nürnberg 1881.
Das Velin an den Rändern gebräunt, sonst sehr gut erhalten.
WV Singer 57.
240.-
 108 108 Klinger, Max
(Leipzig 1857 – 1920 Großjena bei Naumburg)
Simplicius in der Wald-Einöde
Radierung auf China, aufgewalzt auf festes Velin. 1881, 260×420, Blattgröße: 625×445, in der Platte sign., Blatt X aus der Mappe „Intermezzi“. Rad. Op. IV.
12 Compositionen. Erschienen bei Theo Ströfers Kunstverlag, Nürnberg 1881.
Das Velin an den Rändern gebräunt, links oben Wasserfleck, sonst sehr gut erhalten.
WV Singer 61.
240.-
 109 109 Knebel, Konrad
(Leipzig 1932 – 2025 Berlin)
1951 bis 1957 Studium der Malerei und Graphik an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Kurt Robbel, Toni Mau und Herbert Behrens-Hangeler. Seit 1957 überwiegend freischaffend tätig. Herausragende Meisterschaft in der Darstellung seiner Umgebung in Berlin, Prenzlauer Berg. 1980 Nationalpreis der DDR III. Klasse, 1990 Käthe-Kollwitz-Preis.

Berlin Mühlendammschleuse
Holzschnitt, um 1960er Jahre, 193×310, sign., verso von fremder Hand bez. und Stempel.

verkauft
 110 110 König, Klaus
(geb. 1940 Berlin, lebt in Berlin)
1965 – 1967 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung, Berlin, danach Malerei bei Frank Glaser an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, seit 1975 freischaffend und vor allem als Glasgestalter tätig.

Regenbogenfragment
Bleiglasgestaltung, Glasfragment, 1986, 720×720, im schweren Künstlerrahmen. Eines von ursprünglich sechs Teilen, die zusammen in einem großen Maschinenbau-Betrieb als Gesamtkunstwerk montiert waren. Der Einfall von Sonnenlicht durch das verschiedenfarbige Glas bricht deren Strahlen und ergibt ein sich ständig veränderndes Muster, das in allen Regenbogenfarben leuchtet. Der Künstler schuf mehrere dieser Bleiglaskunstwerke u.a. für Kirchenfenster und als Repräsentation für Industriebauten.

verkauft
 111 111 König, Klaus
(geb. 1940 Berlin, lebt in Berlin)
Berliner Turm in Altlandsberg
Acryl, Mischtechnik, 1989/90, 700×1000, mon., dat., verso Klebeetikett mit handschriftlicher Betitelung, dort nochmals dat. und Bez. der Technik. Im Künstlerrahmen. Die vorliegende Arbeit ist ein Auftragswerk zur Ausgestaltung des Restaurants „Altlandsberg“ im Berliner Hotel „Berolina“. Als das Hotel 1996 abgerissen wurde, ging ein Großteil der dort ausgestellten Kunst verloren. Dieses Bild wurde dem Künstler jedoch zurückgegeben.
850.-
 112 112 Kollwitz, Käthe
(Königsberg 1867 – 1945 Moritzburg)
Die Pflüger
Blatt 1 aus dem Zyklus „Bauernkrieg“
Radierung, Aquatinta, 1906, 314×453, Blattgröße: 445×600, mit der gestochenen Jahreszahl unten rechts (1921), zwei Stockflecken am unteren Rand weit außerhalb der Darstellung, das Papier am oberen und unteren Rand knittrig, außerdem Knitterspuren über Kopf und Rücken der Pflüger, unter Passepartout lose montiert.
Trotz der Knitterspuren annehmbares Exemplar.
WV Klipstein 94 VII.
700.-
 113 113 Krauskopf, Bruno
(Marienburg/Westpreußen 1892 – 1960 Berlin)
1910 – 1915 Studium am Königlichen Kunstgewerbemuseum in Berlin, zusammen mit Wilhelm Kohlhoff und Heinrich Harry Deierling erste Atliergemeinschaft, Mitgliedschaft in der Freien Secession, ab 1917 in der Berliner Secession, 1918 Gründungsmitglied der „Novembergruppe“, 1933 Flucht vor den Nazis nach Norwegen, 1948 nach New York. 1957 kehrt er nach Berlin zurück. Krauskopf ist den Künstlern der sogenannten „Verschollenen Generation“ zuzurechnen.

Abstrakte Landschaft
Monotypie, 1966, 252×416, Blattgröße: 430×618, sign., dat., num.(1-3-66), geglättete Bugfalte, verso und m. l. kleine unbedeutende Farbspritzer (vom Künstler), unter Passepartout lose montiert.

verkauft
 114 114
114-1
Kuhfuss, Paul
(Berlin 1883 – 1960 Berlin)
1902 – 1905 Ausbildung als Zeichenlehrer an der Königlichen Kunstschule Berlin bei Philipp Franck, 1905 – 1907 Studium an der Königlichen akademischen Hochschule für bildende Künste Berlin-Charlottenburg (heute Universität der Künste Berlin) in der Klasse für Landschaftsmalerei, 1907 Lehrtätigkeit als Kunsterzieher an den höheren Lehranstalten Berlins, 1935 Denunziation bei der Gestapo wegen „expressionistischen Einschlages“ und „Widerstandes gegen die nationalsozialistische Kulturpropaganda“ sowie der Verteidigung jüdischer Berufskollegen, danach keine Beteiligungen an Kunstausstellungen in Berlin mehr, ab 1949 Übernahme der Klasse für Akt, Bühnenbild und Kostümgestaltung an der Textil- und Modefachschule Berlin, 1954 wird diese Tätigkeit durch einseitige Kündigung der Fachschule beendet. Immerhin war der Künstler bereits 71 Jahre alt, aber er vertrat die Position von der „Eigengesetzlichkeit der Kunst“, die in das damalige ideologische Weltbild der DDR nicht so recht hineinpaßte. Die begonnene Formalismusdiskussion zeigte erste Auswirkungen. Dazu Ekkehard Hellwich: „Die 2. Deutsche Kunstausstellung 1949 in Dresden ist die letzte, bei der der Künstler vertreten ist. Nachdem die Jury der 3. Deutschen Kunstausstellung in Dresden Paul Kuhfuss 1953 ausjuriert hat, ist er oft mit seinen Bildern unter den entwürdigenden Umständen der damaligen Kontrollen in Berliner U- und S-Bahnen unterwegs. Paul Kuhfuss war nicht nur Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, sondern auch Mitglied des Vereins Bildender Künstler mit Sitz in Berlin-Charlottenburg. So bot die Große Berliner Kunstausstellung unter dem Funkturm dem unermüdlichen Künstler eine neue Bestätigung und Anerkennung. Sein Ziel, eine Lehrtätigkeit in Berlin-West auszuüben, konnte er nicht erreichen. Im darauffolgenden Jahr 1961 zeigte die Große Berliner Kunstausstellung gleichsam als Ehrung und zum Gedächtnis zwölf Mischtechniken aus seiner letzten Schaffensperiode. Danach wurde es zunehmend ruhiger um das Werk des Künstlers. Seit 1975 wurde dem Schaffen des Künstlers wieder durch Austellungen z. B. in der Nationalgalerie Berlin, 1983 und ab 1990 in mehreren Galerien Würdigung erwiesen. Der Höhepunkt war die Herausgabe eines umfassenden Werkverzeichnisses.“

Feldblumen
Aquarell, 1926, 600×450, sign., dat., verso Ausstellungsvermerk: Preußische Akademie der Künste, Berlin 1927, Katalog-Nr. 376. Provenienz vormals Nachlaßarchiv Paul Kuhfuss, Rainer Ruppel. Werkverzeichnis beigegeben. Im prachtvollen Rahmen der Zeit. Sehr guter Zustand!
Verso weiteres Aquarell.
WV Hellwich/Röske 26/26 (Farbtafel, S. 17).

1500.-
 115 115 Kuhfuss, Paul
(Berlin 1883 – 1960 Berlin)
Passanten am Kanal – Venedig
Venezia (II)
Zeichnung, Kreide, 1929, 595×800, sign., verso von der Tochter des Künstlers betitelt. Großformatige und expressive Zeichnung von guter Erhaltung.
WV Hellwich/Röske 29/55.
800.-
 116 116 Kuhfuss, Paul
(Berlin 1883 – 1960 Berlin)
Maidemonstration 1948 (II)
Mischtechnik, Ölfarben, Gouache, Aquarell, Deckweiß, 1958, 865×645, sign., auf Untersatzkarton aufgezogen, dort handschriftlich bez.: „Reg.(istriertes) Kulturgut (der DDR)“, aufgeklebter Vermerk des Nachlass-Archivs Paul Kuhfuss mit Schreibmachine: „Mai-Demonstration, Aquarell, Ausgestellt gewesen: Pavillon der Kunst, Unter den Linden (Ost), Dezember 1958/Januar 59 (‘Der Friede siegt’). Kalendereintragung Paul Kuhfuss: 1948, 1.5. Dem Maifestzug entgegengegangen und Zeichnungen gemacht. 1958, 21.9. Ausstellungsaquarell für Pavillon der Kunst 22.9. desgl. 24.9., 28.9. Aquarell ‘Demonstrationszug II’ begonnen 19.9. fertig.“ Großformatige aufwendig ausgearbeitete Malerei des Künstlers mit feinen Strukturen. Sehr gut erhalten. Ein Zeitdokument, das die ganze Meisterschaft des Malers eindrucksvoll belegt.
WV Hellwich/Röske 58/9.
verkauft
 117 117 Kuhr, Fritz
(Lüttich 1899 – 1975 Berlin)
Ab 1924 Schüler von Paul Klee am Bauhaus in Dessau, dort ab 1927 in der Werkstatt für Wandmalerei, Ausgestaltung des Ateliers und des Wohnhauses von Paul Klee nach Kuhrs Entwürfen, ab 1929 Lehrer für gegenständliches Zeichnen, Akt und Porträt am Bauhaus, 1930 Übersiedlung nach Berlin, Ernst Ludwig Kirchner vermittelt ihm 1932 eine Ausstellung in Davos, während der NS-Zeit Einstufung als „entartet“, 1943 und 1944 wird ein Großteil seines Werkes durch einen Bombenangriff zerstört, nach dem 2. Weltkrieg Berufung an die Universität der Künste Berlin durch Karl Hofer, 1968 sind Kuhrs Bilder auf der weltweiten Wanderausstellung „50 Jahre Bauhaus“ zu sehen.

Ohne Titel
Mischtechnik, 1963, 620×480, sign., unter Passepartout lose montiert.
WV Famulla 4601.

verkauft
 118 118 Laabs, Hans
(Treptow an der Rega 1915 – 2004 Berlin)
1937 bis 1940 Studium an der Kunstgewerbeschule Stettin. Nach dem Zweiten Weltkrieg Umzug nach Berlin, Meisterschüler bei Oskar Moll, ab 1948 erste Einzelausstellungen, vor allem in Zusammenarbeit mit den Galerien Bremer und Brusberg (beide in Berlin), ab 1949 Mitbegründer und Mitakteur des surrealistischen Künstlerkabaretts „Die Badewanne“, 1951 Mitglied der „Neuen Gruppe Berlin“, von 1953 bis 1983 Sommeraufenthalte auf Ibiza, enge Freundschaften u. a. mit Emil Schumacher, Jeanne Mammen, Werner Heldt, Alexander Camaro, Heinz Trökes, Bernhard Heiliger, Walter Stöhrer, ab 1984 lebte der Künstler wieder überwiegend in Berlin und unternahm regelmäßig Reisen nach Sylt und an die Ostseeküste, vor allem nach Ahrenshoop.

Die Rothaarige
Acryl auf festem Papier, 2002, 335×245, sign., dat., in der versilberten Originalleiste des Künstlers unter Passepartout geschmackvoll gerahmt.

verkauft
 119 119 Lahs, Curt
(Düsseldorf 1893 – 1958 Berlin)
1918 Mitbegründer der Künstlergruppe „Das Junge Rheinland“ in der Galerie Flechtheim in Düsseldorf, 1928 Direktor und Proffessor an der Academia de pintura y escultura im Instituto de Bellas Artes in Medellin/Kolumbien, 1930 Rückkehr nach Berlin, dort Professur an der Staatlichen Kunstschule, unter den Nationalsozialisten wird seine Kunst als „entartet“ diffamiert, 1943 verbrennt ein Großteil seiner Arbeiten bei einem Bombenangriff, nach dem Krieg Umzug nach Quedlinburg, später nach Halle, wo er an der Pädagogischen Universität lehrt, in Folge der Formalismusdebatte Flucht nach West-Berlin, dort ab 1949 Professor an der Hochschule für bildende Künste. Werke des Künstlers befinden sich u.a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin, der Berlinischen Galerie und im Stadtmuseum Düsseldorf.

Ohne Titel (Theaterszene)
Zeichnung, Feder, Tusche, 1940er Jahre, 200×280, verso vom Nachlass sign. und Nachlaßstempel, lose unter Passepartout (Museumskarton).

330.-
 120 120 Lahs, Curt
(Düsseldorf 1893 – 1958 Berlin)
Luft und Wasser
Zeichnung, Graphit, 1956, 292×210, verso vom Nachlaß sign., dat, betitelt, unten zwei Abdrücke von alter Montierung, lose unter Passepartout (Museumskarton).
verkauft

<< Seite 3 | Seite 5 >>

Katalogverzeichnis

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12