Katalog Seite 11

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Katalog Seite 11

Lotnr.   Künstler Beschreibung Preis
 301 301 Rudolph, Wilhelm
(Chemnitz 1889 – 1982 Dresden)
Preisschießen
Holzschnitt auf chamoisfarbenen Bütten, um 1930, 410×595, in Sütterlin sign., bez.: Handdruck, verso Reste alter Montierung, die das Blatt nicht beeinträchtigen, unter Passepartout lose montiert. Abgebildet in: Erhard Frommhold: Dresden als Erlebnis und moralische Landschaft, W.R., Holzschnitte, Aquarelle, Zeichnungen, Berlin 1981 (Abb. S. 30). Früher seltener Holzschnitt!
1500.-
 302 302 Rudolph, Wilhelm
(Chemnitz 1889 – 1982 Dresden)
Pavianfamilie
Holzschnitt, um 1945, 285×415, Blattgröße: 385×545, sign., bez.: Handdruck, verso Nachlaßstempel, von fremder Hand nochmals betitelt und näher bezeichnet, unter Passepartout lose montiert. Abgebildet in: W.R.: Holzschnitte aus zwei Jahrzehnten, Verlag der Kunst, Dresden 1958, letzte Seite. Abgebildet in: W.R. 1889-1982. Aquarelle, Zeichnungen, Holzschnitte vor und nach 1945. Galerie Döbele Ravensburg, 1988, Katalognr. 71.
350.-
 303 303 Rudolph, Wilhelm
(Chemnitz 1889 – 1982 Dresden)
Pappel
Holzschnitt, um 1945, 420×510, sign., bez.: Handdruck.
350.-
 304 304 Scheib, Hans
(Potsdam 1949 – 2026 Berlin)
Die Schwebende
Radierung auf Bütten, 1998, 385×469, Blattgröße: 410×600, sign., dat., bez.: Vorzugsdruck.
120.-
 305 305 Schmidt, Hans-Otto
(Bützow/Mecklenburg 1945 – 2025 Berlin)
Vom Beruf Tischler arbeitete der Künstler zuerst am Landestheater Halle und nach seinem Umzug nach Berlin für mehrere Berliner Theater. Seine Liebe zur Malerei wurde von den Berliner Malerpersönlichkeiten Konrad Knebel, Harald Metzkes und Otto Niemeyer-Holstein unterstützt, die als seine Mentoren gelten. Die stillen Großstadtbilder in Öl des Malers, oft menschenleer und beinahe nackt in ihrer Einfachheit lassen Rückschlüsse auf die Kunst Werner Heldts zu. Mit der kühlen Zartheit seiner unverwechselbaren Bilder wurde Schmidt zur Berliner Malerikone.

Landschaft in der Uckermark
Ölfarben auf Hartfaser, 1998, 365×400, sign., dat.

900.-
 306 306 Schmidt, Hans-Otto
(Bützow/Mecklenburg 1945 – 2025 Berlin)
Am See
Aquarell, 1976, 240×320, sign., dat., unter Passepartout lose montiert, unter Glas im Wechselrahmen. Frühe und idyllische Szene des Malers, das sich sehr von seinen Ölmalereien unterscheidet.
400.-
 307 307 Schmidt-Kirstein, Helmut
(Aue 1909 – 1985 Dresden)
1929-1933 Studium an der Technischen Hochschule und der Kunstgewerbe-Akademie Dresden, 1930 Studium der Kunstgeschichte in Wien. Militärdienst. 1945 Mitglied der Künstlergruppe „Der Ruf” in Dresden, ab 1955 Atelier im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz, seit 1962 freischaffend.

Abstrakte Komposition
Ölfarben auf Malkarton, 1967, 236×183, sign., dat., verso von fremder Hand betitelt. Sehr kraftvolle informelle Malerei des Künstlers.

1000.-
 308 308 Schmidt-Kirstein, Helmut
(Aue 1909 – 1985 Dresden)
Blumenvase
Aquarell auf festem struktuiertem Bütten, 1978, 470×325, sign., dat.
750.-
 309 309 Schmidt-Kirstein, Helmut
(Aue 1909 – 1985 Dresden)
Phantasie in Grün
Aquarell auf Bütten, 1981, 306×482, sign., dat.
750.-
 310 310 Schubert, Otto
(Dresden 1892 – 1970 Dresden)
Studium an der Kunstgewerbeschule und der Akademie in Dresden, dort Meisterschüler bei Otto Gußmann, 1919 Gründungsmitglied der „Dresdner Sezession Gruppe 1919“ zusammen mit Künstlern wie Otto Dix und Conrad Felixmüller, während der NS-Zeit als „entartet“ eingestuft. Beim Bombenangriff auf Dresden 1944 verlor er einen Großteil seiner Arbeiten und seine Druckstöcke.

Im Park
Aquarell, o.J., vermutlich Ende der 1940er Jahre, 317×485, sign., lose im Passepartout montiert, Einriss am unteren Rand, bei seinen Arbeiten auf Papier aus der Nachkriegszeit häufig. Charakteristische, expressive Landschaftsstudie, die vermutlich im Raum Dresden oder der Sächsischen Schweiz entstanden ist. Das Blatt zeigt Schuberts typischen spät-expressionistischen Duktus mit lockerem, fast skizzenhaftem Farbauftrag. Die Komposition wird durch markante, dunkle Konturen und lichtdurchflutete Freiflächen strukturiert.

400.-
 311 311 Schultz-Liebisch, Paul
(Reinickendorf/Niederbarnim 1905 – 1996 Berlin)
Der Autodidakt gilt durch seine ursprüngliche berlinische Erzählweise neben Albert Ebert als einer der wichtigsten naiven Maler im ostdeutschen Raum.

Herbst in der Laubenkolonie
Ölfarben, gespachtelt auf Hartfaser, 1947, 280×340, sign., dat., auf der Rückseite auf lose aufgelegter Malpappe von fremder Hand mit diversen Anmerkungen versehen. In der Zeit zwischen 1945 bis in die 1950er Jahre enstehen dem Nachimpressionismus verpflichete Ölmalereien, die oft gespachtelt werden und meist einen Bezug zu den Bildern Max Beckmanns haben. Erst Ende der 1950 Jahre wechselt er seinen Stil und es entstehen die naiven Malereien. Seltenes Bild aus dem Frühwerk!

600.-
 312 312 Schwarzbach, Anna Franziska bis 1990 Franziska Lobeck
(geb. 1949 Rittersgrün, lebt in Berlin)
Tochter des Bildhauers und Formgestalters Hans Brockhage, 1968 Architekturstudium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 1975 – 1979 Abendstudium der Portraitplastik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, danach freischaffend, bedeutende Medailleurin und Bildhauerin. Ihr Arbeitsgebiet reicht von der Kunst im öffentlichen Raum über Skulpturen aus Bronze, Stein, Holz und Eisenguss bis zur Kleinplastik und Medaillen. Ehrungen: u.a. Ernst-Rietschel-Kunstpreis für Bildhauerei 1998, Brandenburgischer Kunstpreis für Bildhauerei 2021. Einzelausstellung im Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) 2022. Arbeiten im öffentlichen Raum: u.a. Lise Meitner, Denkmal, Humboldt-Universität zu Berlin, Skulptur Knieende Dame mit Schale in Berlin-Prenzlauer Berg, genannt die Nackte vom Ostseeplatz.

Wabenbaby
Bronze, Vollguß, 1986, Höhe: 135, Breite: 53, Tiefe: 45, mon., Auflage: 8/9, entstanden nach der Geburt der Tochter.

500.-
 313 313 Schwarzbach, Anna Franziska bis 1990 Franziska Lobeck
(geb. 1949 Rittersgrün, lebt in Berlin)
Lise Meitner
Bronze, 2014, Entwurf zur großen Plastik an der Humboldt-Universität in Berlin, Höhe: 113, Breite: 35, Tiefe: 35, Auflage: 1/12. Die von der Künstlerin gestaltete Darstellung von Lise Meitner wurde am 10. Juli 2014 im Ehrenhof der Humboldt-Universitat aufgestellt. Es handelt sich um die einzige Darstellung einer Frau unter den Wissenschaftlern, die an der renommierten Universität gewirkt haben.
450.-
 314 314 Schwimmer, Max
(Leipzig 1895 – 1960 Leipzig)
Südfrankreich
Aquarell, Mitte der 1920er Jahre, 250×377, sign., kleiner Knick an der rechten unteren Ecke, verso oben kleine Reste von alter Montierung. Seine erste Frankreichreise unternahm der Künstler 1926, die zweite Reise 1929. „Gleich die ersten Frankreichaquarelle sind ganz anders als die zwei Jahre zuvor entstandenen. Der räumliche Zusammenhang ist sicher gefaßt. Farbdifferenzierungen zwischen Vorder- und Hintergrund erschließen den Tiefenraum, und die duftigen hellen Blau- und Ockertöne geben der südfranzösischen Landschaft eine heitere Lebensfülle.“ (Magdalena George)
1700.-
 315 315 Schwimmer, Max
(Leipzig 1895 – 1960 Leipzig)
Akt vor dem Fenster
Aquarell, Deckweiß, Graphit auf festem Bütten, aufgezogen auf starke Malpappe, o.J. (vermutlich 1930er Jahre), 165×115, sign., im Passepartout lose montiert. Typische duftige Arbeit des Meisters.
1500.-
 316 316 Schwimmer, Max
(Leipzig 1895 – 1960 Leipzig)
Abschied
Zeichnung, Feder, Tusche, 1960, 140×210, sign., Trauerkarte, gefaltet, die Ilske Schwimmer Freunden und engen Weggefährten verschickt hat. Hinten mit typographischem Text: „Dank für die Anteilnahme am Tode von Max Schwimmer, Ilske Schwimmer, Leipzig, im März 1960.“. Die Zeichnung rechts gelocht. Schöne Federzeichnung des Meisters. Zeitzeugnis.
350.-
 317 317 Staeck, Klaus
(geb. 1938 Pulsnitz/Sachsen, lebt in Heidelberg)
Grafikdesigner, Karikaturist und Jurist, 2006 – 2015, Präsident der Akademie der Künste zu Berlin, Zille-Preisträger der Stadt Berlin für sozialkritische Grafik. Mitbegründer der Art Cologne. Freundschaft mit Manfred Butzmann, Ausstellung in den 1970er Jahren in der legendären Galerie ARKADE am Strausberger Platz.

Mitbürger!
Lesen macht dumm und gewalttätig.
Die Schrifttumkammer
Farbiger Offsetdruck, 1975, 840×595, sign., dat., (mit rotem Kugelschreiber).

100.-
 318 318 Staeck, Klaus
(geb. 1938 Pulsnitz/Sachsen, lebt in Heidelberg)
Spruchkammerbescheid
Farbiger Offsetdruck, 1978, 590×795, sign., dat. (mit rotem Kugelschreiber). Leichte angedeutete Bugfalte.
100.-
 319 319 Staeck, Klaus
(geb. 1938 Pulsnitz/Sachsen, lebt in Heidelberg)
DAS SIND DIE LEUTE, VON DENEN ERWARTET WIRD, DASS SIE UNSERE SCHULDEN BEZAHLEN
Farbiger Offsetdruck, o.J., 840×590. sign.
100.-
 320 320 Stelzmann, Volker
(geb. 1940 Dresden, lebte bis 1987 in Leipzig, seither in Berlin)
Mann im Liegestuhl
Zeichnung, Graphit, 1979, 650×478, mon., dat.(30.III.79), an den Ecken minimale Spuren der Montierung, ansonsten im tadellosen Zustand!
Die Zeichnung demonstriert Stelzmanns manierierten Realismus, der das alltägliche Sujet der Erholung durch eine innere Emigration ins Schwermütige hebt. Der liegende Mann verharrt nicht in Ruhe, sondern in einer melancholischen Einsamkeit!
400.-
 321 321 Stelzmann, Volker
(geb. 1940 Dresden, lebte bis 1987 in Leipzig, seither in Berlin)
Strandszene
Radierung, Kaltnadel auf festem Velin, 1973, 243×310, Blattgröße: 448×340, sign., dat.
180.-
 322 322 Stolterfoht, Egon
(Hamburg 1912 – 1986 Berlin)
Stolterfoth gehörte zum Künstlerkreis um Franz Marc und Otto Dix. 1930 – 1933 Besuch der Kunstgewerbeschule Breslau, 1936 Umzug nach Berlin, 1937 – 1940 dort an der Akademie für bildende Kunst, nach dem Krieg Dozent an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, 1950 Übersiedlung nach West-Berlin, Gestaltung von Kirchenfenstern u.a. Kirche in Alt-Tempelhof, Johanniskirche in Witten und Dreifaltigkeitskirche in Detmold. Zu seinen bekanntesten Werken gehören aber Bronzen von Tierdarstellungen, wie die Eule im Franckepark in Berlin-Tempelhof oder der Lachende Bär am Jagdschloss Glienicke.

Wildpferd
Aquarell, Kohle, lasiert auf geknitterm Papier, aufgezogen auf starken Malkarton, o.J., wohl 1960er Jahre, 615×465, sign., verso vom Künstler handschriftlich bez.: 64. IV 268 und Klebeetikett „Hauptwirtschafter für das Notstandsprogramm – Bildende Kunst. Gemeint ist wohl das Notstandsprogramm für Bildende Künstler, das 1951 mit den Geldern des Marshall-Plans ins Leben gerufen wurde, um arbeitslos gemeldete Künstler zu unterstützen.

230.-
 323 323323-1 Stötzer, Werner
(Sonneberg 1931 – 2010 Altlangsow bei Seelow/Mark)
Sitzende
Bronze, 1970, Höhe: 290, Breite: 120, Tiefe: 140, Ganzseitig abgebildet in: W.S.: Skulptur und Zeichnung. Akademie der Künste zu Berlin, DuMont Buchverlag Köln, 1991, Tafel 32. Papies/Jacobi: Nationalgalerie. Sammlung Kunst der DDR. Gemälde, Bildhauerwerke, 1986, S. 134. Fritz Jacobi: Nationalgalerie Berlin. Kunst in der DDR. Katalog der Gemälde und Skulpturen, Leipzig 2003, S. 258, Kat.-Nr. 520 mit Farbabbildung.
WV Volpert/Zimmermann 100.
3100.-
 324 324 Stötzer, Werner
(Sonneberg 1931 – 2010 Altlangsow bei Seelow/Mark)
Kleine Kreuzabnahme
Bronze, 1998, Höhe: 375, Breite: 160, Tiefe: 170, mon., Guss: Kunstgießerei Flierl. Auflage: 20 Ex., Edition der Galerie Schwind Frankfurt/M., ganzseitig abgebildet in: W.S. Skulpturen und Zeichnungen, Galerie Schwind, Tafel 10. Expressive Bronze, grün patiniert.
WV Volpert/Zimmermann 333.
3700.-
 325 325 Stötzer, Werner
(Sonneberg 1931 – 2010 Altlangsow bei Seelow/Mark)
Flußstein (Liegende)
Relief, Zementguss, patiniert, nach dem Zinkguss aus dem Jahr 1974, 130x285x50, verso num. (02/10), postumer Guss, der 2020 als Sonderedition anläßlich der Ausstellung W.S. im Kunsthandel Dr. Wilfried Karger im „stilwerk“ Berlin erschien. Guss: Kunstformerei Markus Schulz.
WV Volpert/Zimmermann 127.
500.-
 326 326 Stötzer, Werner
(Sonneberg 1931 – 2010 Altlangsow bei Seelow/Mark)
Torso
Radierung, 1988, 374×323, sign., dat.
130.-
 327 327 Stöhrer, Walter
(Stuttgart 1937 – 2000 Taarstedt)
Ohne Titel
Radierung auf BFK Rives-Bütten mit dem vollenWasserzeichen, 1978, 490×230, Blattgröße: 650×500, sign., dat., num.(80/100). Prachtvoller Druck in erstklassigem Zustand.
320.-
 328 328 Strempel, Horst
(Beuthen/Oberschlesien 1904 – 1975 Berlin)
Stilleben mit Krug und Schale
Ritzzeichnung auf Malpappe, 1954, 92x 132, sign., mon., dat., unter Passepartout im Goldrahmen edel präsentiert.
60.-
 329 329 Strempel, Horst
(Beuthen/Oberschlesien 1904 – 1975 Berlin)
Liegender Rückenakt
Farbsiebdruck, 426×561, Blattgröße: 610×860, 1963, in der Platte sign., num.(5/1), Ausführung in verschiedenen Varianten, in der oberen rechten Ecke kleines Klebeetikett, am unteren Rand kleiner Einriß, sonst gut erhalten. Sehr schöne expressive Arbeit des Künstlers im großen Format.
WV Saure 2619.
300.-
 330 330 Strozynski, Ursula
(geb. 1954 Dingelstädt im Eichsfeld, lebt in Berlin)
Ausblick
Aquarell und Kohle, 1991, 652×471, mon., dat., verso zusätzlich sign., dat. und betitelt. Eindrucksvolle Impression der unmittelbaren Nachwendezeit (vermutlich) aus Berlin-Friedrichshain.
500.-

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