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Katalogverzeichnis

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Katalog Seite 1

Lotnr.   Künstler Beschreibung Preis
 1 001 Ackermann, Max
(Berlin 1887 – 1975 Bad Liebenzell-Unterlengenhardt/Schwarzwald)
Studium 1906 bei Henry van der Velde an der Hochschule in Weimar, 1908 bei Richard Müller an der Dresdner Kunstakademie, danach in München und Stuttgart. 1918/19 Mitglied der Künstlervereinigung Blauer Reiter. Seit 1946 Lehramt für absolute Malerei in Stuttgart. Mitglied der Stuttgarter Sezession.

Vor dem Spiegel
Zeichnung, Kreide gewischt, 1930er Jahre, 333×180, verso Stempel Eigentum Gertrud Ackermann (Ehefrau des Künstlers).

600.-
 2 002 Ackermann, Max
(Berlin 1887 – 1975 Bad Liebenzell-Unterlengenhardt/Schwarzwald)
Im Bordell
Radierung auf Bütten, 1923, 535×246, Blattgröße: 780×530, sign., dat., num.(93/100), Druck aus den 1970er Jahren von Volker Sammet, Trockenstempel Atelier Sammet. Prachtvoller gratiger Druck mit dem vollen Rand.
200.-
 3 003 Altenbourg, Gerhard
(Rödichen-Schnepfenthal bei Friedrichroda 1926 – 1989 Meißen, lebte in Altenburg)
Deutsche Märchen
Farblithographie von zwei Steinen, Kreide, Pinsel, 1967, 470×380, Blattgröße: 610×430, sign., dat., außerhalb der unsign. Auflage von 50 Exemplaren, die als Umschlag zur Mappe Deutsche Märchen, 7. Druck der Kabinettpresse Berlin, diente. Einziger Druck in dieser Farbvariante! Unikat! Erstklassiger Zustand.
WV Janda L 120 2 c 2.
500.-
 4 004 Altenbourg, Gerhard
(Rödichen-Schnepfenthal bei Friedrichroda 1926 – 1989 Meißen, lebte in Altenburg)
auftauchend aus dem Bodenlosen
Lithographie, Zeichnung mit Litho-Kreide im Umdruck auf dem Stein, auf Hahnemühle-Bütten mit dem vollen Wasserzeichen, 1967, 505×230, Blattgröße: 447×230, sign., dat., bez.: Probedruck, Blindprägung Altenbourg. Spätere, sehr kleine Auflage von 15 nummerierten Exemplaren.
WV Janda L 119.
500.-
 5 005 Altenbourg, Gerhard
(Rödichen-Schnepfenthal bei Friedrichroda 1926 – 1989 Meißen, lebte in Altenburg)
Der göttliche Antinous (111-130 n. Chr., nach seinem Tod zum Gott erklärt und verehrt, Günstling und vermutlich Geliebter des römischen Kaisers Hadrian).
Komposition aus zwei zweifarbigen Druckstöcken, nebeneinander, Tempera in Rotbraun und Grün auf Spechthausen-Bütten, vom Künstler abgezogen, 1970, jeweils 280×225, Blattgröße: 506×390, sign., dat., betitelt, Blindprägung Altenbourg, bez.: Handabzug, Einmaldruck, Unikat! An den Seiten etwas wellig.
WV Janda H 143.
500.-
 6 006 Altenbourg, Gerhard
(Rödichen-Schnepfenthal bei Friedrichroda 1926 – 1989 Meißen, lebte in Altenburg)
Regarder dans le néant
Farbholzschnitt von sechs Druckstöcken in Schwarz, Hellrot, Gelb und Grün auf Hahnemühle-Bütten, 1973, 412×438, Blattgröße: 585×775, mit chinesischer Tusche und Pinsel sign., dat., num.(22/24b), betitelt, Blindprägung Altenbourg. Der Titel des Holzschnitts ist ein Zitat aus einem Brief von Theodor Fontane, in dem er seine wirtschaftliche Lage charakterisiert. Herausragende Arbeit aus dem Holzschnittwerk des Künstlers, auf weißem Untersatzkarton lose montiert.
WV Janda H 164.
700.-
 7 007 Altenbourg, Gerhard
(Rödichen-Schnepfenthal bei Friedrichroda 1926 – 1989 Meißen, lebte in Altenburg)
In der Ferne die Flügel des Lichtes
Farbholzschnitt auf Spechthausen Bütten, 1979, 295×555, Blattgröße: 420×590, sign., dat., betitelt, Trockenstempel und Blindprägung Altenbourg, einer von nur drei Drucken, im Passepartout unter Glass geschmackvoll gerahmt.
WV Janda H211 C II.
900.-
 8 008 Bach, Elvira
(geb. 1951 Neuenhain/Taunus, lebt in Berlin)
Rauchende
Farbserigraphie, 1997, 420×300, sign., dat., num.(53/99).
400.-
 9 009009-1 Balden, Theo
(Blumenau/Brasilien 1904 – 1995 Berlin)
Kleine Aufgestützte
Blei, 1958, Höhe: 85, Breite: 150, Tiefe: 65. Erworben von der Witwe des Künstlers. Handschriftliche Bestätigung beigegeben.
WV Habecker 61-07. (hier dat. 1961, betitelt: Aufgestützte).
750.-
 10 010010-1 Bartnig, Horst
(Militsch/Schlesien 1936 – 2025 Berlin)
Studium an der Fachschule für angewandte Kunst in Magdeburg, danach freischaffend als Maler, Bühnenmaler und Graphiker. Vertreter der konkreten Kunst.

69 unterbrechungen in orange
striche in blau
unterbrechungen in rot
striche in grün
für kw
pc-print auf Bütten, 2001, 117×117, verso mon., dat., num.(27/100), bez.: pc-print.
Beigegeben: Ohne Titel. pc-print auf Bütten, o.J., 180×60, verso mon.

100.-
 11 011011-1 Bartnig, Horst
(Militsch/Schlesien 1936 – 2025 Berlin)
60
pc-print auf Bütten, 2010, 85×85, verso mon., dat., num.(286/600), bez.: 60.
Beigegeben: Drei pc-prints auf Bütten, 2014, 2017, 2018, 100×100, 90×90, 100×100, verso jeweils mon., dat., num.(340/600, 339/600, 366/600).
130.-
 12 012 Batz, Eugen
(Velbert 1905 – 1986 Wuppertal)
1929 Studium am Bauhaus Dessau, Besuch der Freien Malklasse sowie Klasse der Formen- und Farbenlehre bei Paul Klee und Wassily Kandinsky, 1931 Meisterschüler bei Paul Klee an der Kunstakademie Düsseldorf. 1949 Mitbegründer der Neuen Rheinischen Sezession. In der Nachkriegszeit gehörte er zu den prominentesten Vertretern der informellen Malerei und nahm 1959 mit drei Gemälden an der Documenta II in Kassel teil.

Abstrakte Komposition
Aquarell auf Bütten, 1968, 265×195, sign., dat., r.u. bez.: R C II III, l.u. num. (100/221), unten mittig bez.: oe 40010. Auf leichtem Untersatzkarton lose montiert.
Die Aquarelle machen den umfangreichsten Teil des Gesamtoeuvres von Eugen Batz aus. Meist hat er in Serien gearbeitet. Die Verwandlung der Formen in Raum gehört zu den spannendsten Momenten in seinem Werk.

550.-
 13 013 Batz, Eugen
(Velbert 1905 – 1986 Wuppertal)
Ohne Titel (Tunesien)
Aquarell, Graphit auf genarbtem Bütten, 1978, 365×265, sign., dat.(IV. 78), num.(111/12), bez.: oe50016, verso von fremder Hand bez.: BTZ 0189-9. I-2009.
Sein künstlerisches Anliegen blieb immer, diese besondere Einsicht, die er ungeheuer weit gespannte Geist Klees andeutete und wieder verließ, festzuhalten und auszubauen, d.h. die in den Haupt- und Nebenwirkungen Klees erworbenen Einsichten zum Ausgangspunkt der eigenen Arbeit zu machen. (W. Haftmann in: Eugen Batz: Radierungen, Stahlätzungen und Prägungen 1924-1963, Oberhausen, S. 5.)
550.-
 14 014 Baumgartner, Christiane
(geb. 1967 Leipzig, lebt in Leipzig)
Von 1988 bis 1994 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig.
Hauptsächlich Arbeiten mit den Techniken Holzschnitt und Video.Autobahn
Zwei Blatt aus Lobok 3
Linolschnitte, 2007, je 295×210, eine der beiden Doppelseiten aus Lobok 3, herausgegeben von Christoph Ruckhäberle und Thomas Siemon.
250.-
 15 015 Beckmann, Max
(Leipzig 1884 – 1950 New York)
Selbstbildnis. 1918.
Radierung, Kaltnadel auf Bütten, posthume Auflage 1966, 275×255, Blattgröße: 520×365, mit dem Trockenstempel Hanfstaengldruck (München), verso mit Nachlaßstempel und Signatur von Peter Beckmann, von diesem num.(20/80). Ursprünglich Blatt 1 des Mappenwerkes Gesichter, 1918. Herausgegeben von der Marées Gesellschaft (mit dem Trockenstempel), im Verlag R. Piper & Co., München 1919. Erstklassiger Zustand!
500.-
 16 016 Beckmann, Max
(Leipzig 1884 – 1950 New York)
Liebespaar II
Radierung, Kaltnadel auf Bütten, posthume Auflage 1966, 217×253, unter Glas gerahmt, verso mit Nachlaßstempel und Signatur von Peter Beckmann. Ursprünglich Blatt 5 der Folge Gesichter, 1918, aus der in insgesamt 110 Exemplaren erschienenen ersten posthumen Auflage, gedruckt bei Hanfstaengl, München, wohl mit dessen Blindstempel unten links. Die Radierung unter Glas gerahmt. Ungeöffnet. Nachlaßstempel und Signatur auf der Rückseite von der Rahmung freigestellt.
500.-
 17 017 Berlit, Rüdiger
(Leipzig 1883 – 1939 Leipzig)
Studium der Graphik und Buchkunst an der Akademie der Bildenden Künste Leipzig und an der Akademie der Bildenden Künste München bei Johann Brockhoff und Heinrich Knirr, 1919 Beteiligung auf der Sonderausstellung der Dresdener Sezession, Zusammenarbeit mit Will Howard und Eugen Hamm im Kreis der Leipziger Expressionisten auf dem Gebiet der Druckgraphik, seine Werke wurden von den Nationalsozialisten verfehmt.

Porträt einer jungen Dame
Pastell, o. J., 165×123, sign., auf Untersatzkarton montiert. Anmutige Zeichnung in vorzüglicher Qualität. 

300.-
 18 018 Berlit, Rüdiger
(Leipzig 1883 – 1939 Leipzig)
Idyllen
Holzschnitt auf hauchdünnem Japan, o.J., 300×240, sign., betitelt, bez.: Handdruck, auf Untersatzkarton lose montiert. Oben und links Klebespuren alter Montierung. Die Darstellung ist nicht betroffen.
300.-
 19 019 Beutner, Johannes
(Cunnersdorf/Sächsische Schweiz 1890 – 1960 Dresden-Loschwitz)
1905-1906 Studium an der Dresdner Kunstakademie, nach Unterbrechung 1920-1924 erneutes Studium an der Dresdner Kunstakademie bei Otto Hettner und als Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann, danach freischaffend. Ab 1931 Mitglied der Künstlergruppe Die aufrechten Sieben, von 1932-1934 Mitglied der Dresdner Sezession 1932. 1939, 1940, 1942 und 1943 auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen in München mit Tafelbildern vertreten. Das 1939 ausgestellte Bild Erwachen wurde von Joachim von Ribbentrop erworben. Nach der Bombardierung Dresdens 1945 ging ein Großteil seiner Werke verloren. Seine Tafelbilder sind im Besitz wichtiger deutscher Museen, u.a. Waldpark (1928, Lindenau-Museum Altenburg/Thüringen), Schaufensterpuppe (1932, Dresdener Galerie Neue Meister).

Drei Grazien
Ölfarben auf Hartfaser, 1920, 483×682, mon., dat., verso verworfenes Ölbild, dort auf altem Klebeetikett von Beutners Hand bezeichnet und nochmals signiert, im Goldrahmen der Zeit. Das Gemälde Drei Grazien wurde 2009 auf der großen Johannes-Beutner-Retrospektive des Stadtmuseums Pirna ausgestellt und ist im dazugehörigen Ausstellungskatalog auf Seite 19 abgebildet.
Tief getroffen von den Ereignissen des 1. Weltkrieges stellte Beutner seine Kunstauffassung, die Darstellung der heilen Welt, die Suche nach Idylle und der Schönheit der Natur, zunehmend in Frage. Zwar kehrte er 1920 zu den lyrischen Motiven zurück, besann sich auf die Wurzeln des Jugendstil, verband aber seinen Ausdruck auch mit Elementen des Expressionismus. Bei dem vorliegenden Gemälde dürfte es sich um eine Interpretation zum Urteil des Paris handeln. Die drei Göttinnen Hera, Aphrodite und Athene stellen Paris vor die Entscheidung, wer die Schönste von ihnen sei. In dieser mythologischen Szene zeigt sich Beutners Suche nach der Überwindung der Romantik und des Naturalismus – hin zu einer freieren Weltsicht. Wichtiges Frühwerk des Künstlers während seiner Studienzeit bei Ludwig von Hofmann. Das Ölbild tadellos erhalten!

18500.-
 20 020 Beutner, Johannes
(Cunnersdorf/Sächsische Schweiz 1890 – 1960 Dresden-Loschwitz)
Flusslauf. Die Elbe bei Dresden.
Ölfarben auf Hartfaser, 1946, 490×590, mon., dat., das Bild aus der unmittelbaren Nachkriegszeit tadellos erhalten!
2500.-
 21 021 Beutner, Johannes
(Cunnersdorf/Sächsische Schweiz 1890 – 1960 Dresden-Loschwitz)
Muldental bei Nossen
Ölfarben auf Hartfaser, um 1946, 495×595, mon., verso von fremder Hand bez. und betitelt. Tadellos!
2500.-
 22 022 Böhme, Lothar
(geb. 1938 Berlin, lebt in Berlin)
Der Künstler gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Berliner Schule. Er war in der DDR auf wichtigen zentralen Ausstellungen vertreten, u.a. von 1977 bis 1988 auf der VIII. bis X. Kunstausstellung der DDR in Dresden und 1988 auf der Biennale in Venedig. 1992 erhielt er den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste (Berlin), 2006 den Gerhard-Altenbourg-Preis. Seine Arbeiten befinden sich u.a. im Lindenau-Museum Altenburg, in der Nationalgalerie Berlin, in der Galerie Neue Meister Dresden und im Kupferstichkabinett Dresden.

Sitzender Akt
Ölfarben auf Papier, 1997, 970×700, sign., dat., typische Malerei des Berliner Meisters in pastosem Farbauftrag.

500.-
 23 023 Böttcher, Manfred
(Oberdorla/Thür. 1933 – 2001 Berlin)
1950-1955 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Wilhelm Lachnit und Heinz Lohmar. Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste, Berlin, bei Heinrich Ehmsen. Künstlerisch anregende Freundschaft mit Harald Metzkes, Werner Stötzer und Ernst Schroeder. Seit 1961 freischaffend in Berlin. Hauptvertreter der Berliner Schule.

Akt, sich abtrocknend
Ölfarben auf Hartfaser, 1973, 326×295, verso sign., dat., betitelt, im Künstlerrahmen.

750.-
 24 024 Böttcher, Manfred
(Oberdorla/Thür. 1933 – 2001 Berlin)
Im Faschingskostüm
Ölfarben auf Leinwand, 1979/80, 900×700, verso auf der Leinwand sign., dat. und betitelt, im Künstlerrahmen.
1200.-
 25 025 Böttcher, Manfred
(Oberdorla/Thür. 1933 – 2001 Berlin)
Weg in Ligurien
Aquarell, 1997, 294×209, verso sign., dat., betitelt, verso unbedeutende Klebereste alter Montierung.
400.-
 26 026 Böttcher, Manfred
(Oberdorla/Thür. 1933 – 2001 Berlin)
Im Atelier
Zeichnung, Kreide, Bleistift, 1980er Jahre, 420×457, verso Nachlaßstempel, an der unteren rechten Ecke leichte Knickspur. Meisterhafte Zeichnung, die vermutlich als Idee für ein in dieser Form nie umgesetztes Ölbild diente.
250.-
 27 027 Bunge, Kurt
(Bitterfeld 1911 – 1998 Kassel)
1928-1933 Studium an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein, Halle/Saale bei Charles Crodel und Gerhard Marcks, ab 1950 Lehrtätigkeit ebda., nach Weggang seines Lehrers Charles Crodel nach München. 1957 Professur. Bedingt durch die Formalismusdiskussion in der DDR und Anfeindungen seiner Kunsthaltung zieht er 1959 nach Kassel. Dort freischaffend. Seit 1976 Mitglied der Darmstädter Sezession.

Landschaft am Mittelmeer
Ölfarben auf Hartfaser, 1989, 300×400, sign., dat., im aufgearbeiteten Künstlerrahmen. Beigabe: Handschriftlicher Brief des Künstlers aus dem Jahre 1977, in dem er sich auf seine Mittelmeerreisen (hier auf Hydra) bezieht. Seine ausgedehnten Reisen, vor allem nach Griechenland und Italien, nutzte Bunge für umfangreiche Studien- und Skizzenblätter. Darauf basierend schuf er später seine Ölgemälde in zumeist kleinen Formaten. Späte Reflexion und Neuinterpretation dieser Reisen. Feine Malerei in ausgewogener Farbigkeit, die das Flair der südlichen Landschaften beeindruckend festhält.

950.-
 28 028028-1028-2 Butzmann, Manfred
(Potsdam-Bornim 1942 – 2026 Potsdam-Bornim)
St. Nikolai (Hamburg)
Kunst als Prozess.
Foto, Aquarell, Radierung/Aquatinta, 1978/79, Format des Fotos: 180×130, dieses verso sign. und bez.: Sankt Nikolai in Hamburg 1978, Format des Aquarells: 231×196, dat.(21.9.1979), verso sign., dat. und bez.: Sankt Nikolai. Entwurf für Aquatinta, auf Untersatzkarton lose montiert. Format der Aquatinta: 230×199, sign., dat., betitelt. Der Künstler ließ alle drei Arbeiten bewußt zusammen, um den Entstehungsprozeß von der Idee über das Foto und die Zeichnung bis hin zur fertigen Radierung zu dokumentieren. Ein Leckerbissen für Butzmann-Fans und ein außergewöhnliches Zeitdokument, das Geschichte und die Entstehung von Kunst miteinander vereint! Siehe auch die Losnummern bei Plakaten.
Für die Radierung: WV Pätzke 266.
250.-
 29 029 Cassel, Pol – i.e. Paul Ernst Karl Cassel
(München 1892 – 1945 Kischinew)
1907-1914 Studium an den Kunstgewerbeschulen in Erfurt und Dresden, danach Mitglied des Freundeskreises um Conrad Felixmüller, Otto Griebel, Otto Dix und Elfriede Lohse-Wächtler, 1932 Mitglied der Dresdner Secession, ab 1933 von den Nationalsozialisten als entartet eingestuft. 1937 wurden im Rahmen der Aktion Entartete Kunst sechs seiner Bilder aus der Gemäldegalerie und dem Stadtmuseum Dresden beschlagnahmt und vernichtet, in den Ausstellungen Entartete Kunst (auch Spiegelbilder des Verfalls) 1933 in Dresden und Entartete Kunst 1937 in München waren Pol Cassels Bilder vertreten. Danach kein künstlerisches Schaffen mehr, stattdessen Arbeit im Steinbruch, nach Verpflichtung in den Kriegsdient in sowjetischer Kriegsgefangenschaft verstorben.

Der Pflüger
Aquarell, Deckweiß, 1932, 490×630, sign., dat., unter Glas im Passepartout gerahmt. Ungeöffnet. Soweit sichtbar in erstaunlich farbfrischem Zustand.

2500.-
 30 030030-1 Chodakowska, Magorzata
(geb. 1965 ód/Polen, lebt in Dresden)
1980 Studium am Kunstgymnasium ód, ab 1985 an der Akademie der Bildenden Künste Warschau, danach 1988 an der Akademie der Bildenden Künste Wien, nach Heirat Übersiedlung nach Dresden, 1995 Umzug und Bewirtschaftung des Weinguts Zimmerling im Dresdner Stadtteil Pillnitz.

Scirocco
Bronze, vergoldet, 2012, Höhe: 940, Breite: 300, Tiefe: 550, links auf dem Sockel sign. und dat., rechts auf dem Sockel num.(1/6).
Zahlreiche Reisen führten die Künstlerin u.a. 1996 nach Ägypten, wo sie nach eigener Aussage die Scheu vor der Arbeit mit Gold verlor. Als Anknüpfungspunkt der Kunst Chodakowskas wurde unter anderem die Büste der Nofretete in Berlin genannt und damit ein Typus von Frau, die dem Göttlichen gleichgesetzt, die Schönheit als eine Macht in den Mittelpunkt stellt.
Archivnummer: 008_14_15.
Besondere Aufmerksamkeit erhielt ihre Skulptur Trauerndes Mädchen am Tränenmeer, die seit 2010 in Dresden an die Bombardierung der Stadt 1945 erinnert. Die bronzene Brunnenfigur Überfluss befindet sich seit 2010 in der Passage QF am Dresdner Neumarkt unweit der Frauenkirche. Die lebensgroße Bronze-Skulptur Die Seherin wird seit 2011 in der Kuppelhalle der Sächsischen Staatskanzlei präsentiert.

18500.-

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