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Hennig, Albert
(Kleinzschocher/Leipzig 1907 – 1998 Zwickau/Sachsen, Künstler des Bauhauses) |
Ohne Titel (Nocture)
Aquarell, Durchdruckzeichnung auf festem Papier, 1968, 111×162, verso bez.: 23/J |
450.- |
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Hennig, Albert
(Kleinzschocher/Leipzig 1907 – 1998 Zwickau/Sachsen, Künstler des Bauhauses) |
… vom Stock
10 Holzschnitte, 1962/63, jeweils handgedruckt, num.(19/30), sign., die Stockmaße jeweils etwa 105×140 (etwas abweichend), Blattgrößen: 315×220, eingelegt in OPp-Mappe, mit einem Vorwort von Andreas Albert, 1994. Auflage: 30 Exemplare. Das vorliegende Exemplar trägt die Nummer 19. |
600.- |
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Herzog, Walter
(geb. 1936 Dresden, lebt in Berlin) |
Konvolut aus 5 Blatt Radierungen
– Stufen in Stolpen.
Radierung in Schwarz und Sepia, 1977, 230×242, sign., dat., betitelt, bez.: e.a.
WV Herzog/Sperling 129.
– Darßer Wald.
Radierung in Sepia, 1982, 135×141, sign., num.(XII/XXI), betitelt.
WV Herzog/Sperling 279.
– Haus.
Radierung in Sepia, 1983, 281×299, sign., betitelt, bez.: Probedruck.
WV Herzog 2.
– Bach zum Meer.
Radierung in Sepia, 1983, 144×147, sign., num.(13/75), betitelt.
WV Herzog 8.
– Gehöfte
Radierung in Sepia, 1985, 138×143, sign., num.(31/75), betitelt.
WV Herzog 84.
Beigegeben: Katalog von Walter Herzog Harzreise im Winter, anläßlich der Ausstellung vom 10. Oktober bis 31. Dezember 1985 in Jüttners Buchhandlung, Wernigerode. |
250.- |
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Herzog, Walter
(geb. 1936 Dresden, lebt in Berlin) |
Konvolut aus zwei Radierungen
– Eldena
Radierung, sanguine, zweite Platte mit blauem Plattenton, 1982, 273×295, Blattgröße: 420×565, sign., num.(XVIII(/XX), betitelt, in der Platte sign., dat., unter Passepartout lose montiert.
WV Herzog/Sperling 268.
– Pfaffenstein
Radierung in Sepia, 178×178, sign., dat.(77/2), num.(28/50), betitelt, unter Passepartout lose montiert, im Passepartoutausschnitt leicht lichtrandig.
WV Herzog/Sperling 113. |
150.- |
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Herzog, Walter
(geb. 1936 Dresden, lebt in Berlin) |
Es fliesst der Bach zum Meer
Landschaft und Gedichte mit Radierungen von Walter Herzog. Der Kinderbuchverlag Berlin, 1987. Beigelegt: Wiesenbach. Radierung, 1987, 100×97, Blattgröße: 240×186, sign., dat., betitelt.
WV Herzog 142. |
100.- |
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Hinze, Chris
(geb. 1969 Cottbus, lebt in Cottbus) |
Der Künstler ist Teil der Deutsch-Deutschen Musikgeschichte. 1982 Gründung der Band Sandow im Cottbuser Stadtteil Sandow, bekannt wurde die Band 1988 durch ihre Mitwirkung im DDR-Dokumentarfilm flüstern & SCHREIEN – Ein Rockreport durch ihren Song Born in the G.D.R. Der Film und der Song wurden zur einer Hymne der alternativen Szene, der Unangepassten in der DDR! 2022 spielte die Band das Album Kinder des Verbrechens neu ein. Dazu luden sie Bela B. (Die Ärzte) für den Gesangspart ein. Als Bildender Künstler ist Hinze Autodidakt. Seine Arbeitsbereiche sind Skulptur, Installation, Grafik, Malerei und Performance.
Wächterin
aus dem Zyklus Wächter – Krieger – Wächterinnen – Kriegerinnen
Skulptur, Kiefer, auf Eisenplatte fest montiert, 2005, Höhe: 1890, Breite: 280, Tiefe: 230. Vom Künstler mit der Kettensäge aus einem Stück modelliert. Unikat! Zertifikat beigegeben. Wir danken Chris Hinze für die freundlichen Auskünfte. |
1200.- |
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Hinze, Chris
(geb. 1969 Cottbus, lebt in Cottbus) |
o.T.
Farbsiebdruck, 2005, 640×420, Blattgröße: 900×700, sign., num.(50/70). |
300.- |
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Horn, Harry
(Berlin 1929 – 2023 Berlin) |
Kabelrollen
Ölfarben auf Hartfaser, 2015, 160×267, sign., verso nochmals sign. und bez.: Nach einer Skizze von 1972. Geschmackvoll gerahmt. |
250.- |
| 129 |
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Horn, Harry
(Berlin 1929 – 2023 Berlin) |
Herbst
Ölfarben auf Hartfaser, 2016, 166×273, sign. (geritzt), verso nochmals sign., dat., betitelt. Geschmackvoll gerahmt. |
250.- |
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Horn, Harry
(Berlin 1929 – 2023 Berlin) |
Weite Landschaft
Monotypie auf Achat-Papier, 1992, 250×340, sign., dat., an den oberen Ecken winzige Klebespuren alter Montierung. Der Künstler malte wahrscheinlich mit Ölfarbe auf eine Glasplatte und presste diese dann von Hand auf Papier. Erreicht wird damit eine flirrende Szenerie, die dennoch Strukturen eines Ölbildes aufweist. Diese Technik erfordert außerordentliche Erfahrung und Geschick. Der Künstler hat nur einen Versuch. Die bemalte Platte ist nach dem Druck unbrauchbar. Unikat! |
190.- |
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Horn, Harry
(Berlin 1929 – 2023 Berlin) |
An der Küste
Monotypie, 1996, 280×385, sign., dat., an der oberen linken Ecke kleine Knitterspur, welche die Darstellung nicht beeinträchtigt. Unikat! |
190.- |
| 132 |
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Hortsch, Gerd
(Bautzen 1956 – 1993 München) |
1980-1983 Studium der freien Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, 1983-1985 politische Haft in der DDR, Ausreise nach München, dort nochmals Studium an der Kunstakademie München, danach freischaffend.
Beim Frisieren
Ölfarben auf Holz, o.J. (vermutlich Ende der 1980er Jahre), 700×520, sign. |
500.- |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Tanz
Ölfarben auf Hartfaserplatte, 2009, 970×420, sign., dat.(11/09), im Künstlerrahmen. Expressive, für den Künstler sehr großformatige Arbeit. Außergewöhnliche Umsetzung einer skurillen Idee Horst Hussels, an dessen Gedankenwelt der Künstler uns sonst nur in seinen nicht weniger skurillen Radierungen und Zeichnungen teilhaben läßt. Ölmalereien in dieser Größe sind selten und außergewöhnlich! |
700.- |
| 134 |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Bei den Weißen Stiefmütterchen
(Gedicht von Sara Kirsch, Schriftstellerin und Lyrikern – Limlingerode 1935 – 2013 Heide)
Zeichnung, Aquarell auf altem Papier, mit dem von Horst Hussel handgeschriebenen Gedicht Bei den weißen Stiefmütterchen von Sarah Kirsch, 2003, 462×287, von Hussel und Kirsch sign., dat., verso der Kupferstich Porträt Johannes Hiltner, um 1600, 285×195, Porträt im Oval, in der Platte sign. Andreas Geyer, in der Legende betitelt. Das Papier altersbedingt gebräunt und leicht knitterspurig. Das Blatt sonst in sehr gutem Zustand. Unikat! |
250.- |
| 135 |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Kopf
Temperafarben auf Bütten, 2005, 635×486, sign., dat., frische, expressive Zeichnung. Verso kleiner Kleberest von alter Montierung. |
500.- |
| 136 |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Dame
Zeichnung, Kreide auf altem Briefpapier, 2007, 315×196, sign., dat.(30.XII.07), verso handschriftlicher Brief in Tinte von J. Biergans. Das alte Briefpapier offensichtlich gerissen und von Horst Hussel wieder geklebt. Der Künstler liebte die alten Papiere, auch deren Fehlstellen taten seinem Enthusiasmus dafür keinen Abbruch. Die vorliegende Zeichnung könnte deshalb auch als Collage gelten. Unter Passepartout lose montiert. |
130.- |
| 137 |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Clownesker Kopf – Zwanzig Reichsmark
Aquarell über Geldschein, um 2010, 137×88, sign., im Passepartout lose montiert. |
210.- |
| 138 |
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Janssen, Horst
(Wandsbek/Hamburg 1929 – 1995 Hamburg) |
Brief vom 21.5.85
Farbige Kreiden auf altem Bütten, 1985, 335×210, sign., dat., das Papier altersbedingt gebräunt, von der Faltung knickspurig. Schnell hingeworfene, aber voll gültige Zeichnung des Künstlers. Mit den Zeilen: Brüder im Horst. … Sie haben natürlich keine Vorstellung von meiner Rumpelhöhle, in der ich Eremit hause … zur Buße werd ich Ihnen jetzt einfach ne Woche lang jeden Tag n Stein, n frosch oder ne tote Meise zeichnen – oder auch mich selbst. PS: Können Sie behalten. Original Briefcouvert beigegeben. |
100.- |
| 139 |
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Jastram, Jan
(geb. 1958 Rostock, lebt in Stralsund) |
1984 Studium der Bildhauerei an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg, seit 1987 freischaffend tätig. Seine Figuren entstehen meistens von freier Hand mit der Motorsäge aus Eiche oder Ulme.
Ohne Titel
Holz, Eiche, gesägt, gebrannt, geschwärzt, auf Eisen-Plinte aufgesteckt, abnehmbar, o.J., Höhe: 751, Breite: 303, Tiefe: 97, mon. |
400.- |
| 140 |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg Studium von 1919 bis 1923 an der Dresdner Akademie für Kunstgewerbe bei Arno Drescher und Georg Erler, anschließend Meisterschüler an der Kunstakademie Dresden bei Otto Hettner und Ludwig von Hofmann, Teilnahme am 2. Weltkrieg, nach Kriegsgefangenschaft Rückkehr nach Dresden und Arbeit als freier Maler. 1945/1946 Beteiligung an der ersten Kunstausstellung in Dresden (Freie Künstler. Ausstellung Nr. 1), 1946 an der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Dresden, bis 1978 an mehreren Deutschen Kunstausstellungen in Dresden. Hans Jüchser gilt als einer der bedeutendsten Malerpersönlichkeiten der Dresdner Nachkriegszeit.
Bildnis Manja Richter
Ölfarben auf Leinwand, 1950/71, 600×750, sign., dat., verso auf der Leinwand bez.: Bildnis Manja Richter, 1950/71, Jüchser. Im vom Künstler überstrichenen goldenen Stuckrahmen. Verso auf dem Rahmen Klebeetikett der Kunstausstellung Kühl. Ausgestellt 2008 bei Hans Jüchser: Malerei – Zeichnung – Druckgraphik in der Galerie Ostdeutsche Kunstauktionen.
Im Entstehungsjahr des vorliegenden Gemäldes (1950) kehrt Jüchser aus der Kriegsgefangenschaft nach Dresden zurück. Ein Neubeginn setzt ein. An diesem Neuanfang von Jüchsers Werk steht das Bildnis. Immer malt er ihm nahestehende Personen, Menschen, mit denen er vertraut ist. Es entstehen Lesende und Ruhende. Zitat Ekkehard Hellwich zur Eröffnungsrede bei Ostdeutsche Kunstauktionen: Seine Motive waren die Schönheiten des Lebens: Die Portraits, der Adel des Charaktervollen. Die Noblesse seines Charakters drückte sich vor allem in seiner Kunst aus. Inspiriert von den Stilmitteln des Impressionismus und Expressionsismus, entwickelte Hans Jüchser seine individuelle Bildsprache weiter, was ihm auch unter seinen Künstlerkollegen unangefochtene Anerkennung einbrachte und ihn zu einem Hauptvertreter der Dresdner Schule werden ließ. |
12000.- |
| 141 |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Heimkehr des verlorenen Sohnes
Ölfarben auf Malpappe, 1966, 485×355, sign., dat., verso vom Künstler bez.: Heimkehr des verlorenen Sohnes 1966, Jüchser, Dresden 8054. Im originalen, vom Künstler nachträglich gefaßten, dekorativen Jugendstil-Stuckrahmen, dieser mit Alterspuren, verso atelierspurig.
Die biblische Erzählung, auf die sich Hans Jüchser in diesem Gemälde bezieht, ist das Gleichnis vom verlorenen Sohn, auch bekannt als das Gleichnis vom gütigen Vater aus dem Lukasevangelium (Kapitel 15, Verse 11 – 32). Die Erzählung beschreibt die Reise eines Sohnes durch Abkehr, Scheitern und Heimkehr, verbunden mit bedingungsloser Gnade. Dieser mein Sohn war tot und lebt wieder; er war verloren und ist gefunden worden. In der christlichen Auslegung steht der Vater für Gott, der nicht nach menschlicher Gerechtigkeit handelt, sondern nach dem Prinzip der Barmherzigkeit. Die Geschichte betont, dass Umkehr jederzeit möglich ist und die Liebe jede Verfehlung überdauert. Als Hans Jüchser aus vier Jahren Kriegsgefangenschaft nach Dresden zurückkehrt, findet er wieder zu seinem Glauben. 19 Jahre zuvor war er aus der evangelischen Kirche ausgetreten und Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands geworden. Das Alte und Neue Testament werden zu seinen Inspirationsquellen. Die Bibel ist eine Fundgrube an Themen, die die ganze Menschheit und das Universum umfassen, alle menschlichen und geistigen Probleme, sie ist reich an Episoden, Erzählungen und tiefen Gedanken. (Zitat: Hans Jüchser). Im vorliegenden Gemälde legt Jüchser den Fokus auf dem Moment der Begegnung, als Akt der Gnade. In dieser Komposition zeigt er Vater und Sohn in der Umarmung innenhaltend, während der Ältere sich stoisch im Hintergrund aufhält. Die schützende Hände des Vaters, die auf dem Rücken des knienden Sohnes liegen, zeugen von seiner Vergebung und vorbehaltlosen Liebe. Das Glück und die stille Freude über das Wiedersehen sind stärker, als die gefühlte Entfremdung (Zitat: Linda Karohl). Durch seine Technik, Farbflächen mit dunklen Konturen abzugrenzen, verleiht Jüchser der Szene Ruhe und Monumentalität. Die Figuren werden auf die wesentlichen Leitlinien reduziert, die Hintergründe dezent angedeutet. Es entsteht der Endruck, der Betrachter könne an dem Geschehen unmittelbar teilnehmen. |
15000.- |
| 142 |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Jacob erslistet den Segen des Vaters
Ölfarben auf Malpappe aufgezogen auf starkem Malkarton, 1969, 450×550, sign., dat., verso von Hans Jüchser bez.: Jacob erlistet den Segen des Vaters. 1969, Jüchser, Dresden 8055, DDR. Im Künstlerrahmen. Der Bildträger wellig. Hans Jüchser klebte das Ölbild selbst mit Leim auf den starken Malkarton auf. Dabei kam es zu Deformierungen auf dem Untergrund. Retuschen wurden vom Künstler selbst ausgeführt. Kleinere Fehlstellen sind von einer Diplom-Restauratorin bereits behandelt. Eine weitere konservatorische Bearbeitung ist laut Restauratoren weder nötig noch wünschenswert, da diese den ursprünglichen Charakter des Bildes und seine zeitgeschichtliche Einordnung verfälschen würden. Keine Farblockerungen.
In diesem Werk greift Jüchser die biblische Erzählung (Genesis 27) auf und übersetzt sie in einer Szene von höher emotionaler Dichte. Isaak, der Sohn Abrahams, ist alt und erblindet. Er spürt sein Ende und möchte seinen Erstgeborenen, den wilden Jäger Essau, segnen. Der Segen galt als rechtlich bindende Übertragung der Familienführung und des göttlichen Versprechens. Die Mutter, Rebekka, die den jüngeren Sohn Jakob bevorzugt, schmiedet eine List: Während Essau auf der Jagd ist, verkleidet Rebekka Jakob. Isak ist mistraurisch, dennoch spricht er den unwiderruflichen Segen über Jakob aus. Jüchser konzentriert sich auf den Moment des Betrugs unter dem Deckmantel einer heiligen Handlung. Im Zentrum steht die Berührung. Isaak wird mit erhobenen, suchenden Händen dargestellt, was seine Abhängigkeit unterstreicht. Jakob dagegen zeigt eine Mischung aus vorgetäuschter Demut und Anspannung. Das Bild thematisiert die Einsamkeit. Der Vater ist isoliert in seiner Gebrechlichkeit, der Sohn in seiner Lüge. Jüchser, der an beiden Weltkriegen teilnehmen musste, liest die Szene als existenzielles Drama. Er sucht die Bildsprache für Leid, Schuld und Hoffnung. Biblische Gleichnisse hingegen boten ihm zeitlose Archetypen für das menschliche Schicksal.
Siehe den Holzschnitt, Losnr.: 145.
Abgebildet in: Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft. Städtische Galerie Dresden, 2010. Farbtafel Seite 99, Katalognummer 67. |
12000.- |
| 143 |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Bildnis eines Musikstudenten
Ölfarben auf Hartfaser, 1970, 825×560, sign., dat., verso von Hans Jüchser bez.: Bildnis eines Musikstudenten (Günter Schwientek), Febr-März 1970, Hans Jüchser, 8055 Dresden, 78. Im Künstlerrahmen. Der Porträtierte, Günter Schwientek, war der Bruder von Helga, Hans Jüchsers zweiter Frau. Durch die Beziehung mit Helga bekam das Werk Jüchsers neue Kraft und Schwung. Das vorliegende Ölbild fängt bewußt eindrucksvoll die Attidüde des angehenden Musikers in beinahe pariserischem Charme ein. Ein Bild aus dem innersten Kreis der Familie! Tadellos erhalten! |
12000.- |
| 144 |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Bildnis Christiane Greifenhagen
Holzschnitt, 1964, 450×183, sign., dat., bez.: Handdruck 3. Vom Künstler selbst von Hand abgezogen. An der linken unteren Ecke kleine Spur einer Stauchung. Unter Glas im Passepartout gerahmt. Ungeöffnet. Vgl. das gleichnamige Ölbild in: Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft. Städtische Galerie Dresden, 2010. Farbtafel Katalognummer 50. |
300.- |
| 145 |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Jakob erlistet den Segen des Vaters
Holzschnitt, 1970, 302×391, sign., dat., bez.: Handdruck. Vom Künstler selbst von Hand abgezogen. Im vergoldeten Rahmen edel unter Glas im Schrägschnitt-Passepartout. Ungeöffnet. Tadelloser Zustand! Abegbildet in: Hans Jüchser. Malerei – Graphik. Kunstsammlungen zu Weimar, 1977 als ganzseitige Tafel in Schwarzweiß. Vgl. das gleichnamige Ölbild in: Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft. Städtische Galerie Dresden, 2010. Farbtafel Seite 99, Katalognummer 67. |
300.- |
| 146 |
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Kesting, Edmund
(Dresden-Löbtau 1892 – 1970 Birkenwerder bei Berlin) |
Studium an der Kunstakademie Dresden. Meisterschüler bei Otto Gußmann, frühe avantgardistische künstlerische Arbeit, um dem Bild neue Dimensionen bis zur Grenzverletzung zu geben. Zitat Lothar Lang: …daß Ed Kesting zu den interessantesten Persönlichkeiten der deutschen Avantgarde in den 20er und 30er Jahren gehört. Bedeutender Fotograf, der auch durch seine Doppelbelichtungen und chemischen Verfremdungen von Fotos bekannt geworden ist. Enge Zusammenarbeit mit Kurt Schwitters und El Lissitzky.
Küste Hiddensee
Aquarellfarben und Pastellkreiden, um 1948, 470×675, sign., Zitat Heinz Schönemann: 1948 war auch die Zeit von Hiddensee. Die insulare Situation beschwor Zeichnungen herauf, deren fließendes Linienbild sich aus den konzentrischen Kreisen und Wellenschlägen von Kestings Raumträumen der Dreißiger herleitete. Farbige Blätter … umgaben Sanddünen und Rohrdächer, Boote … mit den schwebenden Konturen der ewigen Flut. Vgl. roese edition: Ed Kesting im Licht des Nordens, Bilder vom Meeressaum und Küstenland, S. 35 Abb. 34. |
3700.- |
| 147 |
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Kesting, Edmund
(Dresden-Löbtau 1892 – 1970 Birkenwerder bei Berlin) |
Ballerina aus der Mary Wigman-Schule
Silbergelatineabzug auf Agfa-Photopapier, verso Nachlaßstempel und Stempel der Edition Griffelkunst-Vereinigung, 1935/1991, 295×225, Blattmaße: 405×305, Griffelkunst-Edition Wahl 264 B5. |
100.- |
| 148 |
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Kettner, Gerhard
(Mumsdorf/Thür. 1928 – 1993 Dresden) |
Studium a. d. Hochschule für Baukunst und bildende Künste Weimar. Graphik-Diplom bei Max Schwimmer in Dresden, seit 1969 dort Professur an der Hochschule für Bildende Künste, 1970-1974 und 1979-1981 Rektor.
Lebensbaum
Lithographie, 1986, 320×470, sign., dat., betitelt, Widmung, auf Untersatzkarton lose montiert. |
130.- |
| 149 |
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Kinder, Hans
(Dresden 1906 – 1986 Dresden) |
Ab 1916 Besuch der Kunstgewerbeschule in Dresden, Fronteinstatz während des Ersten Weltkrieges, ab 1924 Bauhaus in Weimar und Studium an der Akademie der Künste in Dresden, dort Meisterschüler bei Max Feldbauer, 1932 Mitglied der Neuen Dresdner Sezession, 1942 Zusammentreffen mit Picasso in Paris, nach 1947 Mitglied der Künstlergruppe Das Ufer. Zum Kunstbetrieb der DDR hält Kinder Abstand. Der Künstler hatte enge Beziehungen zu Ahrenshoop/Fischland-Darß, wo er auf der Hohen Düne ein Haus besaß. Kinder war der Maler, der sich als Nonfigurist, als Bauhausschüler, in den sozialistischen Realismus hineinbegeben und dann wieder aus dieser flachen oberflächlichen Kunstszene gelöst hat, um danach ganz zu sich selbst zu kommen und Brandredner wurde für jede Form nonfigurativer Kunst. (Zitat: Jo Jastram). Hans Kinders Werke befinden sich u.a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin, der Galerie Neue Meister Dresden und der Kunsthalle Rostock. Bedeutender Vertreter des Dresdner Spätkubismus.
Porträt nach links
Mischtechnik, verschiedene Deckfarben und Deckweiß auf Zeichenkarton, 1976, 630×490, mon., dat.(Am 29.4.76), geschmackvoll unter Glas gerahmt. Die auf den ersten Blick abstrakte Komposition des Meisters entpuppt sich bei näherer Betrachtung als eine konstruktiv realistische Zeichnung. Die Gedankenwelt des Porträtierten scheint nach außen gekehrt. |
1500.- |
| 150 |
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Kinder, Hans
(Dresden 1906 – 1986 Dresden) |
Fische
Farblithographie auf Velin, 326×530, sign., dat., unter Glas gerahmt, Rahmengröße: 446×625. |
600.- |