| 121 |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Ohne Titel (Kopf)
Aquarell, Collage über Einmaldruck von einem Küchenbrett auf Pergament, 2002, 875×620, sign., dat.(6.III.MMII), mit verschiedenen Papieren collagiert, unter Passepartout fachgerecht montiert. Die vorliegende Collage weist starke Bezüge zum Kubismus auf. Der Künstler bricht das vorliegende Porträt auf und bettet die daraus neu entstehenden Formen in das Werk ein. Seltenes großformatiges Unikat des Künstlers! |
700.- |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Porträt einer Dame
Aquarell, Collage über Einmaldruck von einem Küchenbrett auf Pergament, 2002, 885×623, sign., dat.(8.III.MMII), bez.: Für R.Z., mit verschiedenen Papieren collagiert, unter Passepartout fachgerecht montiert. Dekorative, großformatige Arbeit des Künstlers. Unikat! |
700.- |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
Der fröhliche Fagottist
Holzschnitt und Aquarell auf Mitsumata (japanischer Papierbusch), 1999, 505×795, Blattgröße: 560×975, sign., dat.(20.?.99), betitelt, bez.: Probedruck auf Mitsumata, unter Passepartout fachgerecht montiert. Hussels Vorliebe für besondere Papiere kommt in der vorliegenden Arbeit zum Ausdruck. Das bewußte Einsetzen der Maserung des Holzstocks, das sparsame Aquarellieren in Verbindung mit der natürlichen Struktur des japanischen Papiers schafft eine gelungene Melange aus künstlerischer Feinfühligkeit und dem Respekt vor natürlichen Ressourcen. |
500.- |
| 124 |
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Hussel, Horst
(Greifswald 1934 – 2017 Berlin) |
37. Ahrenshooper Kunstauktion – Kijkduin (Kiekdüne)
Radierung, Kaltnadel auf Hahnemühle, Plakat zur 37. Ahrenshooper Kunstauktion am 6. August 2011, 19 Uhr, Strandhalle Ahrenshoop, 220×310, Blattgröße: 650×495, sign., num.(29/40), in der Platte betitelt und dat. |
190.- |
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Jacob, Gunter
(geb. 1947 Hinterhermsdorf, lebt in Dresden) |
Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden bei Fritz Eisel und Gerhard Kettner, Tafelbilder wurden von VEB-Betrieben erworben, u.a. Ingenieurkollektiv der Datenverarbeitung vom VEB Kombinat Robotron. Seine Arbeiten befinden sich u.a. in der Galerie Neue Meister Dresden und im Kunstfonds des Freistaates Sachsen.
Fels-Landschaft
Ölfarben auf Malpappe, 1976, 360×560, mon, dat., verso dat., betitelt sowie ehemalige Adresse des Künstlers, im Künstlerrahmen. |
350.- |
| 126 |
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Jastram, Inge
(Naumburg/Saale 1934 – 2025 Kneese/Marlow) |
Junge Jüdin
Radierung, Kaltnadel, 1993, 490×640, sign., dat., bez.: E.A., betitelt, unter Passepartout lose montiert. |
600.- |
| 127 |
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Jastram, Inge
(Naumburg/Saale 1934 – 2025 Kneese/Marlow) |
Schutz und Geborgenheit
Radierung, koloriert, 2015, 146×115, Blattgröße: 365×272, sign., dat., betitelt und bez. |
100.- |
| 128 |
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Jastram, Joachim (Jo)
(Rostock 1928 – 2011 Ribnitz-Damgarten, lebte in Marlow, OT Kneese) |
Studium bei Walter Arnold an der Dresdener Hochschule für Bildende Künste,
1954 Studienortswechsel nach Berlin und bis 1956 Fortsetzung des Studiums an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst Berlin-Weißensee bei Heinrich Drake. Später Professur ebda.Medaille zum 40. Jahrestag der Befreiung vom Hitlerfaschismus und 40 Jahre UNO
Bronze, 1985, kreisrund, Durchmesser: 115 mm, verso betitelt (kreisrund) und die Embleme der UNO und der DDR. Auflage: 300 Exemplare, Herausgeber: SKH. In bezogener Schmuckkassette, diese gebrauchsspurig. Mit dem übersetzten englischen Text von Erich Honecker zum 40jährigen Bestehen der UNO. |
180.- |
| 129 |
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Jastram, Joachim (Jo)
(Rostock 1928 – 2011 Ribnitz-Damgarten, lebte in Marlow, OT Kneese) |
Kleines Chinaboot
Bronze, 1996, die Skulptur auf Bronzesockel, Breite für den Bronzesockel: 580, Höhe für das Boot: 270, Breite: 400, Tiefe: 50, mon.(Jo), dat., Guss: Karsten Lachmann, Ziesendorf. Keine Auflage!
WV Lorenzen/Tiedemann 346. |
6500.- |
| 130 |
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Jastram, Joachim (Jo)
(Rostock 1928 – 2011 Ribnitz-Damgarten, lebte in Marlow, OT Kneese) |
Erotische Banane
Bronze, poliert, fünfteilig, teils patiniert, 2000, Höhe: 70, Länge: 223, Tiefe: 90. Guss: Karsten Lachmann, Ziesendorf. Die zwei auseinanderzunehmenden Hälften der Banane werden durch einen Stift in Form einer Blume zusammengehalten. Das Innere der Birne beherbergt ein Paar beim Liebesakt (jeweils separat gegossen). Das Paar braun patiniert, die Innenseiten der Banane grün patiniert. Erotisches Kuriosum! Aus der Serie Erotisches Obst. Die Banane sehr selten!
WV Lorenzen/Tiedemann 381. |
2200.- |
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Jastram, Joachim (Jo)
(Rostock 1928 – 2011 Ribnitz-Damgarten, lebte in Marlow, OT Kneese) |
Schreiender Hengst
Lithographie auf Hahnemühle, 1989, 410×315, Blattgröße: 495×395, sign.(Jo), dat., Widmung. Die vorliegende Graphik bezieht sich ganz offensichtlich auf die beiden berühmten Pferdeplastiken des Bildhauers: Die 1981 gefertige Skulptur Schreiender Hengst wurde 2014 in der Nähe der Kunsthalle Rostock aufgestellt. Eine ähnliche Bronze aus dem Jahr 1986 fand 1992 ihren Platz in Berlin Hohenschönhausen. Der Schreiende Hengst war für Jo Jastram Sinnbild für jede geschundene Kreatur. |
400.- |
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Jonas, Martin
(Kovacica/Serbien 19241996 Pancevo/Serbien) |
Der serbische Künstler slowakischer Ethnie gehört als Naiver zu den bekanntesten Malern des Landes. 2024 gab die Republik Serbien eine Briefmarkenausgabe zu Ehren von Jonas heraus.
Viehmarkt
Ölfarben auf Leinwand, 1980, 380×505, sign., dat., verso nochmals sign., Künstlerstempel und Vermerk O.P.R., 1508/80, auf einfacher Leiste aufgespannt. Die Bilder des Künstlers zeichneten sich durch eine visuell einzigartige Art der Darstellung menschlicher Figuren mit übergroßen Händen und Füßen aus, die der körperlichen Arbeit besondere Anerkennung gibt. |
400.- |
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Jonas, Martin
(Kovacica/Serbien 19241996 Pancevo/Serbien) |
Gänsemagd
Ölfarben auf Leinwand, 1980, 326×755, sign., dat., verso nochmals sign., Vermerk O.P.R., 1508/80, (falsche) Größenangaben, auf einfacher Leiste aufgespannt. Typische Malerei des Künstlers, der in seiner Malerei dem harten und einfachen Leben der Bauern Ausdruck verleiht. |
400.- |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg Studium von 1919 bis 1923 an der Dresdner Akademie für Kunstgewerbe bei Arno Drescher und Georg Erler, anschließend Meisterschüler an der Kunstakademie Dresden bei Otto Hettner und Ludwig von Hofmann, Teilnahme am 2. Weltkrieg, nach Kriegsgefangenschaft Rückkehr nach Dresden und Arbeit als freier Maler. 1945/1946 Beteiligung an der ersten Kunstausstellung in Dresden (Freie Künstler. Ausstellung Nr. 1), 1946 an der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Dresden, bis 1978 an mehreren Deutschen Kunstausstellungen in Dresden. Hans Jüchser gilt als einer der bedeutendsten Malerpersönlichkeiten der Dresdner Nachkriegszeit.
Das Gesicht des Jesaias
Ölfarben auf Leinwand, 1954, 805×990, sign., dat., verso auf der Leinwand dat., betitelt und bez.: Öl, Adresse des Künstlers, im originalen Künstlerrahmen, Aufkleber der Kunstausstellung Kühl. Abgebildet in: Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft. Städtische Galerie Dresden, 2010. Farbtafel Seite 57, Katalognummer 27. Und in: Hans Jüchser. Malerei, Graphik. Ausstellung der Kunstsammlungen zu Weimar in der Kunsthalle am Theaterplatz 1977, Katalognummer 24. Das Ölbild farbfrisch und tadellos erhalten.
Als Hans Jüchser aus vier Jahren Kriegsgefangenschaft nach Dresden zurückkehrt, findet er wieder zu seinem Glauben. 19 Jahre zuvor war er aus der evangelischen Kirche ausgetreten und Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands geworden. Das Alte und Neue Testament werden zu seinen Inspirationsquellen. Die Bibel ist eine Fundgrube an Themen, die die ganze Menschheit und das Universum umfassen, alle menschlichen und geistigen Probleme, sie ist reich an Episoden, Erzählungen und tiefen Gedanken. (Zitat: Hans Jüchser).
Zitat Linda Karohl: Zu Beginn der 1950er Jahre wurde in Dresden das Oratorium Das Gesicht des Jesaja des schweizerischen Komponisten Willy Burkhard aufgeführt. In Erinnerung an das Konzert, das Jüchser besucht hatte, entstand 1954 das gleichnamige Gemälde. Ebenfalls im Bild zentriert, steht mit erhobenen Armen Jesaja, umgeben von zwei Seraphim, sechsflügligen Engeln. Hinter dem Propheten brennen Teile einer Stadt in orange leuchtenden Flammen, einige Gebäude erscheinen bereits im dumpfen Grau von Schutt und Asche. Womöglich in Anlehnung an das Oratorium, zeigt das Bild jenen Moment aus der Erzählung des Propheten, in dem Jesaja die Zerstörung der Städte voraussagt, deren Bevölkerung von dem Glauben an den einen Gott abkommt. Der Vergleich der im Hintergrund brennenden Stadt zum im Zweiten Weltkrieg bombardierten Dresden drängt sich dem Betrachter gerazu auf. |
18000.- |
| 135 |
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Jüchser, Hans
(Chemnitz 1894 – 1977 Dresden) |
Drei Marien am Grabe
Ölfarben auf Hartfaser, 1973, 1000×700, sign., dat., verso betitelt sowie Größenangabe. Abgebildet in: Hans Jüchser. Farbe als absolute Kraft. Städtische Galerie Dresden, 2010. Farbtafel Seite 113, Katalognummer 79. Das Gemälde neu gerahmt und tadellos erhalten.
Die drei Marien am Grabe reißen in der weisenden Gebärde des Engels zur Hoffnung auf die Auferstehung empor. Zitat Linda Karohl: Ein Blick über die Gesamtheit der Arbeiten biblischen Inhaltes von Jüchser zeigt, dass sich die Zahl der malerischen Auseinandersetzung mit Themen aus dem Alten und Neuen Testament gleichrangig über das Spätwerk verteilt. Thematische Präferenzen sind dennoch rasch erkennbar: Neben Gemälden mit Gestalten und Szenen aus dem ersten Buch Mose schuf Jüchser zwischen 1957 und 1973 Bilder zur Passion Christi. Das vorliegende Gemälde bildet den Abschluß von Hans Jüchsers großformatigen biblischen Szenen. Der Kunsthistoriker Diether Schmidt schrieb hierzu: Schlicht und eindringlich sind diese Kompositionen, inbrünstig leuchten die Farben oder umschwelen das Abgründige. |
15000.- |
| 136 |
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Kastner, Manfred
(Gießhübel/Nordböhmen 1943 – 1988 Juliusruh/Rügen) |
Am Stadtrand
Farbige Offset-Lithographie auf Bütten, 1982, 393×600, sign., dat., num.(17/45), verso Klebespuren alter Montierung. Der Stralsunder Maler und Bildhauer, dessen Werk dem Surrealismus der DDR zugerechnet wird, signierte seine Arbeiten unter dem Pseudonym Beerkast. |
100.- |
| 137 |
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Kegel, Lore
(Düsseldorf 1901 – 1980) |
Studium als eine der ersten Frauen an der Düsseldorfer Kunstakademie, 1935. In den frühen 1930er Jahren bereiste sie in unerschöpflicher Neugier Indien, Tibet und Lappland, später Zentralafrika, Südamerika, Südostasien und Ägypten. In ihrem Umkreis versammelten sich wichtige Künstler; vor allem aus der Hamburger Sezession. Die Weltreisende ist vor allem durch die Eröffnung der Kunsthandlung Lore Kegel Exotische Kunst bekannt. Private und staatliche Sammlungen versorgte sie mit indigener Kunst und galt als Grand Dame der Kunstszene, deren Quell oftmals die sogenannten Exoten waren.
Der Kuss
Pastell auf Papier (an den oberen Rändern unregelmäßig geschnitten), 1962, 498×188, mon., dat., verso nochmals sign., betitelt und dat.(August 62) sowie mit der Inventar-Nummer (181) versehen, Nachlaßstempel, am unteren Rand kaum sichtbare Stauchung, welche die Arbeit nicht beeinträchtigt, unter Passepartout lose montiert. Authenzitätszertifikat der Galerie feinart berlin beigegeben. Expressives Pastell in ausgewogener Farbigkeit. |
950.- |
| 138 |
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Kitsos, Georgios
(geb. 1939 Berlin, lebt in Berlin-Gladow) |
1957-1959 Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin-Charlottenburg, seit 1970 freischaffend.
Die Vase
Farbradierung auf festem Bütten, vermutlich 1987, 390×330, Blattgröße: 597×495, sign., bez.: ea, Widmung. Meisterhafter gratiger Druck!
Beigegeben: Stilleben mit Mohnblumen. Farbradierung auf festem Bütten, 1981, 350×230, Blattgröße: 570×403, sign., dat., bez.: Probe, verso Klebespuren alter Montierung.
Beigegeben: Dachbodenstilleben. Radierung auf festem Bütten, kreisrund, 1979, 310×310, Blattgröße: 550×450, sign., dat., betitelt, bez.: E.A., Widmung. |
130.- |
| 139 |
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Knöpfer, Otto
(Arnstadt 1911 – 1993 Erfurt) |
Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Erfurt, Themen waren Motive aus dem ländlichen Raum, aus dem er stammte, 1951 Umzug nach Erfurt. Seit 2008 ist das Otto Knöpfer Haus für die Öffentlichkeit zugänglich. Teilnahme 1946 an der I. Deutschen Kunstausstellung der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung in der Sowjetischen Besatzungszone in Berlin und von 1958 bis 1988 an allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden. Seine Arbeiten befinden sich u.a. in Berlin, Neue Nationalgalerie, in Dresden, Galerie Neue Meister und im dortigen Kupferstichkabinett.
Hinter der Krämerbrücke (Erfurt)
Aquarell, um 1960, 467×362, sign., unter Passepartout lose montiert. |
400.- |
| 140 |
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Knöpfer, Otto
(Arnstadt 1911 – 1993 Erfurt) |
Bei den Drei Gleichen
Aquarell auf Ingres-Bütten, 1960, 455×627, sign., dat., eines der typischen Aquarelle der Thüringer Künstlerikone aus der Drei-Gleichen-Landschaft, seiner Heimat, die er mit anhänglicher Liebe sah. |
400.- |
| 141 |
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Koenemann, Hermann
(Bonn 1871 – 1934 Wiesbaden) |
1902 zog der Maler nach Wiesbaden, siedelte später nach Berlin über und ließ sich 1908 in Stargard/Mecklenburg nieder, seit 1909 in Schwerin, seine Bilder waren in den Großen Berliner Kunstausstellungen vertreten. Im Volksmund Birkenmaler genannt, schuf er vor allem Landschaftsbilder von hoher Farbkultur.
Herbstlandschaft
Ölfarben auf fester Malpappe, o.J., 400×520, mon., im Rahmen der Zeit. |
250.- |
| 142 |
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König, Klaus
(geb. 1940 Berlin, lebt in Berlin) |
1965 – 1967 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung, Berlin, danach Malerei bei Frank Glaser an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, seit 1975 freischaffend und vor allem als Glasgestalter tätig.
Komposition
Ölfarben auf Hartfaser, 1976, 900×600, sign., dat., verso Klebeetikett mit nochmaliger Bezeichnung, im Künstlerrahmen. |
500.- |
| 143 |
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König, Klaus
(geb. 1940 Berlin, lebt in Berlin) |
Abriß der Pariser (Markt)Hallen
Acryl auf Hartfaser, 1976, 600×800, verso sign., dat., verso Klebeetikett mit nochmaliger Bezeichnung, im Künstlerrahmen. Der Künstler bezieht sich auf ein Fotoprojekt, das den Abriß der Markthallen in Paris zeigt. An deren Stelle steht heute das Centre Pompidou. |
600.- |
| 144 |
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Kohlhoff, Wilhelm
(Berlin 1893 – 1971 Schweinfurt) |
Beteiligungen an den Ausstellungen der Berliner Sezession unter dem Einfluß Corinths expressiver Darstellungen. Die früheren expressiven Arbeiten galten als entartet.
Am Kanal
Aquarell, Graphit auf genarbtem, starkem Malpapier, 1948, 303×429, sign., dat., im Passepartout lose montiert. |
450.- |
| 145 |
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Krauskopf, Bruno
(Marienburg/Westpreußen 1892 – 1960 Berlin) |
1910-1915 Studium am Königlichen Kunstgewerbemuseum Berlin, ab 1914 Ateliergemeinschaft mit Wilhelm Kohlhoff und Harry Deierling, Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung, ab 1916 Mitglied der Freien (Berliner) Secession, von 1917 bis 1933 Mitglied der Berliner Secession, ab 1918 Mitglied der Novembergruppe. Anfang der 1920er Jahre ändert sich sein Malstil vom Expressionismus zum Impressionismus. 1933 als Entartetet diffamiert, darauf Emigration nach Norwegen, dort 1948 unerwünschter Ausländer, erneut Emigration – diesmal nach New York, mit Unterstützung von George Grosz knüpfte erste Kontakte mit der dortigen Kunstszene, 1957 Rückkehr nach Berlin.
Ohne Titel (Trauer)
Aquarell auf dünnem Vlies, dieser auf Untersatzpapier aufgezogen, 1914, 335×285, sign., dat., verso Notizen von fremder Hand, verso Klebestreifen von früherer Montierung, das Aquarell erstaunlich gut erhalten, unter Passepartout lose montiert. Frühe Arbeit des Künstlers, der ab 1912 bereits seine erste Einzelausstellung in der Berliner Galerie Casper hatte. |
600.- |
| 146 |
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Krug, Karl
(Leipzig-Kleinzschocher 1900 – 1983 Leipzig) |
Norwegen
Ölfarben auf Hartfaser, 1978, 380×460, mon. (CK), dat., in der Mitte des Gemäldes etwa fünf Millimeter kleine Fehlstelle, im Rahmen des Künstlers. Karl Krug diente während des Zweiten Weltkrieges ab 1941 in Norwegen, wo er 1945 in Kriegsgefangenschaft geriet. Sein in Deutschland zurückgebliebenes Werk wurde währenddessen bei einem Bombenangriff zerstört. Erst 1947 kehrte er nach Hause zurück. Es kam zum künstlerischen Neuanfang: Das Licht und die Landschaft Skandinaviens sollten ihn lebenslang prägen und ein Markenzeichen seines künstlerischen Schaffens werden. Das vorliegende Ölbild ist eine typische sensible Malerei in feinen Farbnuancen. Der unvergessliche Eindruck von rauer, menschenleerer Landschaft vermittelt dem Betrachter das Gefühl von Ruhe und Ursprünglichkeit.
WV Hübscher 129. |
3200.- |
| 147 |
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Krug, Karl
(Leipzig-Kleinzschocher 1900 – 1983 Leipzig) |
Altes Bauerngut
Radierung in Schwarzgrün, 1962, 175×487, Blattgröße: 335×690, sign., dat., betitelt. |
250.- |
| 148 |
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Krug, Karl
(Leipzig-Kleinzschocher 1900 – 1983 Leipzig) |
Aus Norwegen
Radierung in Schwarzgrün, 1980, 320×320, Blattgröße: 605×435, sign., dat., betitelt, unten mittig Daumenabdruck des Künstlers vom Druckvorgang. |
250.- |
| 149 |
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Kuhfuss, Paul
(Berlin 1883 – 1960 Berlin) |
1902 – 1905 Ausbildung als Zeichenlehrer an der Königlichen Kunstschule Berlin bei Philipp Franck, 1905 – 1907 Studium an der Königlichen akademischen Hochschule für bildende Künste Berlin-Charlottenburg (heute Universität der Künste Berlin) in der Klasse für Landschaftsmalerei, 1907 Lehrtätigkeit als Kunsterzieher an den höheren Lehranstalten Berlins, 1935 Denunziation bei der Gestapo wegen expressionistischen Einschlages und Widerstandes gegen die nationalsozialistische Kulturpropaganda sowie der Verteidigung jüdischer Berufskollegen, danach keine Beteiligungen an Kunstausstellungen in Berlin mehr,
ab 1949 Übernahme der Klasse für Akt, Bühnenbild und Kostümgestaltung an der Textil- und Modefachschule Berlin, 1954 wird diese Tätigkeit durch einseitige Kündigung der Fachschule beendet. Immerhin war der Künstler bereits 71 Jahre alt, aber er vertrat die Position von der Eigengesetzlichkeit der Kunst, die in das damalige ideologische Weltbild der DDR nicht so recht hineinpaßte. Die begonnene Formalismusdiskussion zeigte erste Auswirkungen. Dazu Ekkehard Hellwich: Die 2. Deutsche Kunstausstellung 1949 in Dresden ist die letzte, bei der der Künstler vertreten ist. Nachdem die Jury der 3. Deutschen Kunstausstellung in Dresden Paul Kuhfuss 1953 ausjuriert hat, ist er oft mit seinen Bildern unter den entwürdigenden Umständen der damaligen Kontrollen in Berliner U- und S-Bahnen unterwegs. Paul Kuhfuss war nicht nur Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR, sondern auch Mitglied des Vereins Bildender Künstler mit Sitz in Berlin-Charlottenburg. So bot die Große Berliner Kunstausstellung unter dem Funkturm dem unermüdlichen Künstler eine neue Bestätigung und Anerkennung. Sein Ziel, eine Lehrtätigkeit in Berlin-West auszuüben, konnte er nicht erreichen. Im darauffolgenden Jahr 1961 zeigte die Große Berliner Kunstausstellung gleichsam als Ehrung und zum Gedächtnis zwölf Mischtechniken aus seiner letzten Schaffensperiode. Danach wurde es zunehmend ruhiger um das Werk des Künstlers. Seit 1975 wurde dem Schaffen des Künstlers wieder durch Austellungen z. B. in der Nationalgalerie Berlin, 1983 und ab 1990 in mehreren Galerien Würdigung erwiesen. Der Höhepunkt war die Herausgabe eines umfassenden Werkverzeichnisses.
Exotisches Stilleben
Ölfarben auf Sperrholz, 1930, 760×900, sign., verso betitelt und bez.: Gem. 31.12.30 und ehemalige Adresse des Künstlers, im Künstlerrahmen. Ein Hauptwerk von Paul Kuhfuss! Abgebildet in: P.K. 1883-1960, Malerei und Graphik, Katalog der Nationalgalerie Berlin 1983, Katalognr. 65. Zu Beginn der 1930er Jahre, der Zeit des nationalsozialistischen Regimes, begab sich der Künstler in die innere Emigration. Seine künstlerischen Äußerungen künden nun von der Auseinandersetzung mit der Kraft und Urwüchsigkeit der Natur und zielen darauf ab, einen Augenblick der Schönheit festzuhalten. Dafür greift er auf Artefakte aus der damals Alten Welt zurück. Diese symbolisieren für ihn – wie für zahlreiche seiner Künstlerkollegen – die Einfachheit und Urkraft des Lebens. In der Mitte des Bildes sehen wir eine Tatanua Maske, die als rituelle Totenmaske in Papua-Neuguinea verwendet wurde. Von 1884 bis 1914 war der nördliche Teil Papua-Neuguineas Teil der deutschen Kolonie Deutsch-Neuguinea. Zahlreiche Kunstschätze wurden nach dem Verlust dieser Gebiete nach Deutschland verschifft. Kuhfuss erwarb sowohl die Maske als auch weitere kleinere Artefakte und nutzte diese wieder und wieder für seine Bildkompositionen (siehe auch: Stilleben mit Maske und Bananen, WV 30/23 und Aquarell Exotische Figuren und Maske, WV 54/7, außerdem das Ölgemälde WV 32/34). Augenzeugen schildern eine sorgfältig angeordnete Sammlung mit Muscheln, kleineren Figuren und eben der Maske im Atelier. Die Farbpalette des Ölbildes reicht vom leuchtenden Rot über vorsichtiges Gelb bis hin zum typisch kufusssschem Grün, durchmischt mit dezenzem Blauton. Das vorliegende Gemälde ist nicht nur ein Hauptwerk des Künstlers, sondern darf auch als geschichtliches Werk der Kolonialzeit verstanden werden. Vergleiche auch die Südseebilder Paul Gauguins.
WV Hellwich/Röske 30/21. |
4000.- |
| 150 |
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Kuhfuss, Paul
(Berlin 1883 – 1960 Berlin) |
Auszug der Judith (I)
(zu Judith und Holofernes)
Zeichnung, Kreide, 1919, 546×404, sign., dat., in altem schwarzen Passepartout montiert, verso sechs alte Klebestreifen von alter Montage und ein Wasserfleck, nicht sichtbar auf der Vorderseite (restauratorisch leicht zu entfernen) und typografischer Stempel mit der alten Adresse des Künstlers, auf dem Passepartout vorn betitelt. Expressionistische Zeichnung des Meisters.
WV Hellwich/Röske 19/49. |
250.- |