Katalog Seite 6

Katalogverzeichnis

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Katalog Seite 6

Lotnr.   Künstler Beschreibung Preis
 151 151 Kliefert, Erich
(Berlin 1893 – 1994 Stralsund)
1910 – 1914 Studium am Königlichen Kunstgewerbemuseum Berlin u.a. bei Emil Orlik, ab 1921 freischaffend als Grafiker und Maler, 1924 Umzug nach Stralsund, 1928 Studienreise mit Herbert Tucholski nach Italien, 1935 Gestaltung der Haupthalle des Stralsunder Bahnhofs mit großformatigen Ansichten seiner Wahlheimatstadt Stralsund sowie der Insel Rügen, ab den 1960er Jahren Wand- und Deckenmalereien, Kachel- und Glasmalereien für öffentliche Gebäude in Stralsund.

Neuendorf (Insel Hiddensee)
Aquarell, 1980, 300×400, sign., dat. (Juli 1980), betitelt. Geschenk des Künstlers an einen bekannten deutschen Verleger.

300.-
 152 152 Knöpfer, Otto
(Arnstadt 1911 – 1993 Erfurt)
Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Erfurt, Themen waren Motive aus dem ländlichen Raum, aus dem er stammte, 1951 Umzug nach Erfurt. Seit 2008 ist das Otto Knöpfer Haus für die Öffentlichkeit zugänglich. Teilnahme 1946 an der I. Deutschen Kunstausstellung der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung in der Sowjetischen Besatzungszone in Berlin und von 1958 bis 1988 an allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden. Seine Arbeiten befinden sich u.a. in Berlin, Neue Nationalgalerie, in Dresden, Galerie Neue Meister und im dortigen Kupferstichkabinett.

Drei Gleichen
Aquarell, um 1960, sign., 440×590, leichte Knickspuren, das Aquarell wurde wohl eingerollt transportiert, eines der typischen Aquarelle der Thüringer Künstlerikone aus der Drei-Gleichen-Landschaft, seiner Heimat, die er mit anhänglicher Liebe sah.

400.-
 153 153 Knöpfer, Otto
(Arnstadt 1911 – 1993 Erfurt)
Krämerbrücke (Erfurt)
Aquarell, um 1960, sign., 460×330, unter Passepartout lose montiert.
400.-
 154 154 König, Klaus
(geb. 1940 Berlin, lebt in Berlin)
1965 – 1967 Studium an der Fachschule für Werbung und Gestaltung, Berlin, danach Malerei bei Frank Glaser an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, seit 1975 freischaffend und vor allem als Glasgestalter tätig.

Lichtkugel
Acryl und Tempera auf Hartfaser, 1979, 600×800, sign., dat., verso Klebeetikett mit nochmaliger Bezeichnung, im Künstlerrahmen.

500.-
 155 155 König, Klaus
(geb. 1940 Berlin, lebt in Berlin)
Glasfragment
Bleiglasgestaltung, Glasfragment, 1986, 725×725, im schweren Künstlerrahmen, dort sign., dat., mit Aufhängung versehen. Eines von ursprünglich sechs Teilen, die zusammen in einem großen Maschinenbau-Betrieb als Gesamtkunstwerk montiert waren. Der Einfall von Sonnenlicht durch das verschiedenfarbige Glas bricht deren Strahlen und ergibt ein sich ständig veränderndes Muster, das in allen Regenbogenfarben leuchtet. Der Künstler schuf mehrere dieser Bleiglaskunstwerke u.a. für Kirchenfenster und als Repräsentation für Industriebauten.
650.-
 156 156 Körnig, Hans
(Flöha bei Chemnitz 1905 – 1989 Freising, lebte bis August 1961 in Dresden)
Sitzender weiblicher Akt
Zeichnung, Pinsel, Tusche, blaue Farbkreide, 1951, 640×480, sign., dat., verso Vorzeichnung in blauer Farbkreide, unter Passepartout lose montiert, qualitätsvolle Zeichnung des Dresdner Meisters, der im Zuge der Formalismusdebatte aus dem Künstlerverband der DDR ausgeschlossen wurde und 1961 in die BRD flüchtete. Sehr selten!
600.-
 157 157 Kohlhoff, Wilhelm
(Berlin 1893 – 1971 Schweinfurt)
Namhafter Vertreter der verschollenen Generation und des expressiven Realismus, von den Nationalsozialisten als entartet diffamiert. 1909 Lehre an der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin, nebenbei autodidaktisches Zeichnen und Malen. 1914 Teilnahme an der großen Berliner Kunstausstellung, 1916 an der 2. Ausstellung der Freien Sezession sowie an der Juryfreien Kunstschau, 1917 wieder in der Berliner Sezession. Es entstehen malerisch expressive Bilder unter dem Einfluß von Lovis Corinth. 1918 Gründung einer Kunstschule zusammen mit Franz Heckendorf, Bruno Krauskopf und Harry Heinrich Deierling. 1919 großer Preußischer Staatspreis.

Das Drama (Shakespeare)
aus: Julius Meier-Graefe, Shakespeare-Visionen. Eine Huldigung deutscher Künstler (München: Marées-Gesellschaft 1918).
Kreidelithographie auf Marées-Bütten mit Wasserzeichen, 1918, 405×264, sign., im Passepartout lose montiert.

130.-
 158 158 Kröner, Karl
(Zschopau 1887 – 1972 Radebeul)
1904-08 Studium an der Kunstgewerbeschule Dresden, 1910-14 Studium an der Kunstakademie Dresden, Meisterschüler von Eugen Bracht und Gotthardt Kuehl, 1914 Einzug in das Atelier von Paul Wilhelm und Wilhelm Claus nach Niederlößnitz in das Turmhaus des Grundhofs, wo er bis zu seinem Tode 1972 als freischaffender Maler lebte und arbeitete. In der Zeit des Nationalsozialismus gehörte er neben Paul Wilhelm, Otto Griebel und Josef Hegenbarth zum Kreis der Sieben, die sich zum geistigen Austausch bei Wanderungen trafen. Der Künstler war 1946 auf der Kunstausstellung Sächsische Künstler und von 1946 bis 1973 auf allen Deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden vertreten. Seine Arbeiten befinden sich u.a. in der Nationalgalerie in Berlin, in der Galerie Neue Meister in Dresden und im Dresdner Kupferstichkabinett.

Brindisi. Piazza Santa Teresa
Aquarell, 1957, 400×570, sign., dat., unten links vereinzelt Stockflecken, auf Untersatzpapier lose montiert, unter Glas gerahmt, auf der Rückseite des Rahmens altes Klebeetikett: Karl Kröner. Straße. Kat.-Nr. 120. 1923 und 1924 unternahm Kröner zwei Italienreisen. Angeregt von Cezanne malte Kröner viele Bilder seiner Heimatlandschaft, was ihm den Beinamen Maler der Lößnitz einbrachte. In den 1950er Jahren reiste er erneut nach Italien. Dieses Blatt entstammt einer Reihe von Aquarellen, die Kröner während eines Italienaufenthalts in den Jahren von 1955 bis 1957 schuf. In der Ausstellung Bilder aus Italien wurde eine Auswahl dieser Arbeiten in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gezeigt. Vgl. Staatliche Kunstsammlungen Dresden (Hrsg.): Karl Kröner. Bilder aus Italien. Aquarelle aus den Jahren 1955 – 1957. Ausst.-Kat. Dresden 1958.

500.-
 159 159 Kümmel, Jürgen
(geb. 1948 Greifswald, lebt in Buddenhagen)
Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee u.a. bei Wilfried Fitzenreiter und Friedrich B.Henkel, 1981 Abschluss des Studiums als Bildhauer unter Siegfried Krepp.

Seetang I
Schwemmholz, Eiche geschwärzt, gewachst, 2000, Höhe: 398, Breite: 250, Tiefe: 111, mon., unter dem Holzsockel betitelt und Künstleretikett. Nach einer Studienreise nach Lanzarote im Jahr 1999 entstanden mehrere vertikale Skulpturen aus feuerbehandeltem tiefschwarzem und anschließend gewachstem Eichenholz.

550.-
 160 160 Künzel, Gero
(geb. 1962 Erfurt, lebt in Leipzig)
1983 – 1988 Studium der Malerei und Graphik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Dietrich Burger, Volker Stelzmann und Bernhard Heisig. 1988 – 1991 Meisterschüler bei Prof. Bernhard Heisig. 1993 – 1998 Dozent am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig. 2011 Ankauf eines Gemäldes von Gero Künzel durch die Kulturstiftung Sachsen.

Landschaft III
Ölfarben, gespachtelt auf Leinwand, 2007 – 2014, 300×300, verso sign., dat.(2007/2010/2014), in weißer Schattenfugenleiste gerahmt.

850.-
 161 161 Walter-Kurau, Johann (i.e. Johann Walter, lettisch: Jnis Valters)
(Mitau, Gouvernement Kurland, Russisches Reich 1869 – 1932 Berlin)
1889-1897 Studium an der Kunstakademie St. Petersburg bei Alexei Danilowitsch Kiwschenko und Konstantin Jegorowitsch Makowski, 1906 Umzug nach Dresden, dort Mitbegründer der Künstlergruppe Grün-Weiß und der Dresdner Künstlergruppe 1913, 1917 Umzug nach Berlin, 1937 wurden seine Arbeiten im Rahmen der Aktion Entartete Kunst aus dem Stadtmuseum Dresden beschlagnahmt und vernichtet, zu den Schülern seiner Malschule gehörten u. a. Otto Manigk und Karen Schacht. Kurau gilt als einer der Begründer der modernen lettischen Malerei, bekannt durch Landschaften, Porträts und Genreszenen, seine Arbeiten befinden sich u.a. in der Neuen Nationalgalerie und der Akademie der Künste in Berlin und in der Städtischen Galerie, Dresden.

Waldinneres
Zeichnung, Pinsel, Tusche, um 1900, 400×300, mon., das Papier unregelmäßig geschnitten, rechts wenige Knitterspuren, linke obere Ecke fehlt (vermutlich schon vor der Bemalung), auf Untersatzkarton aufgezogen und unter Glas gerahmt, sonst guter Zustand. Frühes Blatt des Künstlers noch vor seinem Umzug nach Deutschland. Provenienz: renommierte Berliner Privatsammlung.

700.-
 162 162162-1 Lachnit, Max
(Gittersee bei Dresden 1900 – 1972 Dresden)
1896-1979 Studium an der Kunstgewerbeschule Dresden, wo er Eugen Hoffmann, Otto Griebel, Otto Dix und Hans Grundig kennenlernte, 1926-1928 Studium an der Akademie für Kunstgewerbe Dresden, anschließend freischaffend, in den 1930er Jahren Mitglied im Bund Deutscher Architekten (BDA), 1945 wurde Lachnits Atelier ausgebombt, deswegen kurzer Aufenthalt in Berlin, ab 1946 zurück in Dresden unter anderem im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz. Werke für den öffentlichen Raum schuf der Künstler fast ausnahmslos für Dresden, seine Arbeiten befinden sich dort auch in großen öffentlichen Sammlungen, u.a. in der Galerie Neue Meister, im Kupferstichkabinett, in der Skulpturensammlung und im Sächsischen Kunstfonds. Außerdem erwarben die Nationalgalerie in Berlin und das Lindenau-Museum in Altenburg Arbeiten von ihm.

Drei kleine schreitende Tänzerinnen
Bronze, 1956-59, Höhe: 270, Breite: 200, Tiefe: 110, in der Plinthe sign., abgebildet in: Max Lachnit (1900 – 1972). Magdeburger Museen, 1991, Katalog-Nr. 67.

3000.-
 163 163 Lachnit, Wilhelm
(Gittersee bei Dresden 1899 – 1962 Dresden)
1918 Dekorationsmaler, Besuch von Kursen an der Dresdner Kunstgewerbeschule, 1919 Mitglied der Gruppe Dresdner Sezession, 1921 Studium der Malerei und Grafik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, hier lernte er sein Vorbild Otto Dix, aber auch Conrad Felixmüller und Otto Griebel kennen, danach Gründung der Künstlergemeinschaft Die Neue Grupe zusammen mit Hans Grundig, Otto Griebel und Fritz Skade, 1929 Mitbegründer der Dresdner Ortsgruppe der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (ASSO), 1930 Mitbegründer der Dresdner Gruppe Aktion und 1932 Mitglied der Dresdner Sezession, sein 1933 ausgestelltes Werk Der traurige Frühling bewies seine Opposition zum Nationalsozialismus, 1933 Diffamierung des Werkes durch die Nationalsozialisten als Entartet. Nach der Verhaftung des Künstlers durch die Gestapo und anschließender Freilassung kaum noch künstlerische Arbeit. Während der Luftangriffe auf Dresden 1945 wurde ein Großteil seiner Werke zerstört. 1947 Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, zu seinen bekanntesten Schülern zählen Manfred Böttcher und Harald Metzkes. 2013 erlangte der Name des Künstlers medienwirksame Aufmerksamkeit, als sein Aquarell Mann und Frau am Fenster im Schwabinger Kunstschatz des Sammlers Cornelius Gurlitt entdeckt wurde. Bilder Wilhelm Lachnits befinden sich u. a. in der Neuen Nationalgalerie Berlin, in der Galerie Neue Meister und im Kupferstichkabinett Dresden und im Max-Pechstein-Museum Zwickau.

Figurenkomposition (Lüge, Wahrheit und Verleumdung)
Ölfarben auf Sperrholz in Lasurtechnik, 1930/40, 475×355, verso Nachlaßstempel und Bezeichnung: Figurenkomposition, Ende 30er, im Stuckrahmen, auf dem Rahmen verso Klebeetikett von Kunstausstellung Kühl. Abgebildet in: Wilhelm Lachnit: Gemälde – Graphik – Zeichnungen. Ausstellung der Akademie der Künste der DDR, 1990. Farbtafel Seite 18. Der Rahmen mit Altersspuren. Das Gemälde erstklassig erhalten!

15000.-
 164 164 Lachnit, Wilhelm
(Gittersee bei Dresden 1899 – 1962 Dresden)
Männlicher Porträtkopf und Sitzende
Zeichnung, Tusche, o.J. (vermutlich 1950er Jahre), 300×260, bez.: (Confais?), auf Untersatzkarton lose montiert, verso von fremder Hand betitelt.
600.-
 165 165 Lachnit, Wilhelm
(Gittersee bei Dresden 1899 – 1962 Dresden)
In der Galerie
Gouache, o.J. (vermutlich 1960er Jahre), 295×420, verso Nachlaßstempel, von fremder Hand betitelt Dekorative Landschaft mit Figuren, an den Ecken Reste alter Montierung, links oben Knickfalte, sonst erstaunlich frisches Unikat.
600.-
 166 166 Leber, Wolfgang
(geb. 1936 Berlin, lebt in Berlin)
1957 Studium in der Grafikklasse der Meisterschule für das Kunsthandwerk Berlin-Charlottenburg, 1961 an der Hochschule für bildende Künste, das er nach dem Bau der Berliner Mauer abbrechen musste, 1962-1964 Arbeit als Grafiker an der Volksbühne Berlin, 1964 Anfang des graphischen Werkes, erste plastische Arbeiten in der Zeit von 1966-1968, 1990 Gründung des Berliner Maisalons mit anderen Berliner Künstlern, 1974-1978 Dozent an der Fachschule für Werbung und Gestaltung Berlin und 1990-1993 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seine Arbeiten befinden sich in öffentlichen Sammlungen, u.a. in Berlin: Nationalgalerie, Kupferstichkabinett, Berlinische Galerie und in der Artothek des Deutschen Bundestages. Eine umfangreiche Retrospektive war in der Galerie Sandau, Berlin unter dem Titel ZEITERLEBEN – Wolfgang Leber zum 90. Geburtstag, 2026 zu sehen.

Sommer
Marmor, bemalt, auf schwarz bemalter Gipsplatte montiert, 2015, Höhe: 280, Breite: 220, Tiefe: 20, verso mon., unter der Plinthe sign., dat., betitelt, bez.: Marmor. Schöne Marmorarbeit des Künstlers in expressiver Stilistik.

2500.-
 167 167 Leber, Wolfgang
(geb. 1936 Berlin, lebt in Berlin)
Fundstücke
Ölfarben auf Holz, 2007, 440×300, mon., verso sign., dat., betitelt, bez.: Öl, im Künstlerrahmen.
1500.-
 168 168 Leber, Wolfgang
(geb. 1936 Berlin, lebt in Berlin)
Im Fenster
Aquarell, 1990, 420×295, sign., verso mon., dat., betitelt.
400.-
 169 169 Leber, Wolfgang
(geb. 1936 Berlin, lebt in Berlin)
Rosa Neon
Aquarell, 1995, 390×250, sign., verso dat. und betitelt.
450.-
 170 170 Leiberg, Helge
(geb. 1954 Dresden, lebt in Berlin)
Dance around the world
Farblithographie, 1998, 840×630, sign., dat., unter Glas gerahmt.
430.-
 171 171 Leiberg, Helge
(geb. 1954 Dresden, lebt in Berlin)
Tanzende
Farblinolschnitt auf Hahnemühle, 1993, 700×1090, sign., dat., num.(1/5). Dekoratives, großformatiges Blatt in kleinster Auflage!
250.-
 172 172 Leiberg, Helge
(geb. 1954 Dresden, lebt in Berlin)
Die mit den Ziegen tanzt
Farbradierung auf Zerkall-Bütten, 1993, 570×425, Blattgröße: 760×553, sign., dat., num.(1/20). Schöner gratiger Druck.
200.-
 173 173 Lepke, Gerda
(geb. 1939 Jena, lebt in Dresden und Gera)
1966 – 1971 Studium der Malerei an der HfBK bei Gerhard Kettner, Herbert Kunze, Paul Michaelis und Jutta Damme, seit 1971 freischaffend, 1989 Mitbegründerin der Dresdner Sezession 89, 1993 Kunstpreis der Stadt Dresden, 1996 Gründungsmitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Ihre Arbeiten befinden sich u.a. in Berlin: Neue Nationalgalerie und Kunstsammlung des Deutschen Bundestages, in Dresden: Galerie Neue Meister und Kupferstichkabinett und in Weimar: Klassik-Stiftung Weimar.

Akt
Aquarellfarben, Feder, Pinsel, Tusche auf dünnem Japan, 1998, 925×480, sign., dat. Kräftiges, expressives Aquarell in typischer Manier der Künstlerin.

800.-
 174 174174-1 Lepke, Gerda
(geb. 1939 Jena, lebt in Dresden und Gera)
Zeichnungen zu Medea
27 Zeichnungen im Offsethanddruck zu einem Text von Christa Wolf, herausgegeben von Gerda Lepke, Dresden,1996, 270×400, gedruckt von Dietmar Günther auf Bütten, hauchdünnem Japanpapier und schwarzem Tonkarton, Grafiken meist mit Originalsignatur der Künstlerin versehen, teils beidseitig gestaltet, vereinzelt mit Textelementen, im Impressum nochmals sign., persönliche Widmung von 1999, num. (2/30). Das vorliegende Exemplar trägt die Nummer II. Im originalen Transparentpapierumschlag.
1. Deckblatt, ohne Titel
2. Schreitende Figur
3. Steinigung
4. TOT, SIE HABEN SIE ERMORDET
5. Steinigung
6. Frau in Bewegung
7. Spielende Kinder mit Widder
8. Liegende Frau
9. Figur in Bewegung mit Tier
10. Jagdszene
11. ICH BIN MEDEA
12. Medea und Lyssa
13. JASON, DAS WEIB WIRD MIR ZUM VERHÄNGNIS
14. ICH BIN KEINE JUNGE FRAU MEHR, ABER WILD NOCH
IMMER..(Doppelseite)
15. Grabbeigabe
16. Sternbild
17. WAS REDEN SIE.. (Zeichnung, Text)
18. Die Fremde
19. Die Fremde
20. LYSSA, DIE ICH MANCHMAL NEBEN MICH AUF MEIN LAGER
ZIEHE..
21. Tierkopf
22. Geflügeltes Tier
23. Steinigung
24. NIEMAND DA, DEN ICH FRAGEN KÖNNTE (Text, Zeichnung)
25. Steinigung
26. Figuren
27. Rückseite mit Impressum und Zeichnung
Beigegeben: Ingo Schulze, Simple Storys, Kapitel 5, 240×320, mit Zeichnungen in Offset-Druck von Gerda Lepke,1999, von der Künstlerin sign., dat. und Widmung. 
320.-
 175 175 Libuda, Walter
(Zechau-Leesen 1950- 2021 Berlin)
1973 – 1978 Studium bei Hans Mayer-Foreyt, Harry Blume, Dietrich Burger, Gerhard Kurt Müller und Arno Rink an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGBK), von 1978 bis 1979 dort Meisterschüler bei Bernhard Heisig. Danach freischaffend zuerst in Leipzig, später in Berlin. Seine Arbeiten befinden sich u.a. in Berlin, Kunstsammlung der Berliner Volksbank, Altenburg, Lindenau-Museum, Berlin, Neue Nationalgalerie, Berlinische Galerie, Märkisches Museum, Budapest, Museum Ludwig, Cambridge, MA, Busch-Reisinger Museum, Harvard University, Art Museums, Dresden, Galerie Neue Meister, Leipzig, Museum der Bildenden Künste, London The British Museum, München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Moskau, Puschkin-Museum, Rostock, Staatliche Kunsthalle, Wien, Museum Moderner Kunst, Stiftung Ludwig.

Tüte VI
(aus: Tüten. Amerikanische Einkaufstüten)
Ölfarben auf Packpapier, geschlitzt und geschnitten, 1989/90, 850×350, sign., dat., unter Glas im Schaukasten. Dessen Maße: Höhe: 1040, Breite: 668, Tiefe: 50, Ausgestellt im National Museum of Contemporary Art, Norway vom 3.10.1992 bis 10.1.1993. Verso auf dem Schaukasten handschriftlich die Maße der Tüte und des Schaukastens. Klebeetikett des National Museum of Contemporary Art, Norway. Walter Libuda war ein prominenter Künstler, einer der herausragenden seiner Generation in Deutschland. (Ihn interessiert) das Wesen Mensch im Reich der unerhörten Farben und der machtvollen Figur des Seins. Er probt verschiedene Wege, zu bestehen, in sich horchend einmal und ein andermal das Fremde im Spaziergang nehmend, zwischen Höhenflug und Absturz, voller Neugier auf das wunderträchtige Konstrukt der Welt. Katrin Arrieta (Kunstmuseum Ahrenshoop)

500.-
 176 176 Libuda, Walter
(Zechau-Leesen 1950- 2021 Berlin)
Tüte VII
(aus: Tüten. Amerikanische Einkaufstüten)
Ölfarben auf Packpapier, geschlitzt und geschnitten, 1989/90, 855×515, sign., dat., unter Glas im Schaukasten. Dessen Maße: Höhe: 1040, Breite: 668, Tiefe: 50, Ausgestellt im National Museum of Contemporary Art, Norway vom 3.10.1992 bis 10.1.1993. Verso auf dem Schaukasten handschriftlich die Maße der Tüte und des Schaukastens. Klebeetikett des National Museum of Contemporary Art, Norway.
500.-
 177 177 Liebermann, Max
(Berlin 1847 – 1935 Berlin)
Badende Jungen beim Hemdanziehen
nach dem Holzschnitt von 1915 (WV Achenbach XX)
Nachschnitt von Reinhold Hoberg (Berlin 1859 – 1932 Zingst), bekannt wurde Hoberg vor allem, als er in Berlin als Leiter der Panpresse von Paul Cassirer mit Max Liebermann und Max Slevogt in Kontakt kam und von deren Werken zahlreiche Nachschnitte für Mappenwerke fertigte.
Lithographie auf Bütten, 105×135, Blattgröße: 382×290, verso von fremder Hand betitelt, unter Passepartout lose montiert, typographisches Schild: Max Liebermann/Reinhold Hoberg und Titel.
130.-
 178 178 Liebmann, Werner
(geb. 1951 Königsthal, lebt in Berlin)
Nach Abschluss des Diploms als Chemiker, 1977-1982 Studium an der Burg Giebichenstein in Halle bei Gundrun Brüne und Hannes H. Wagner, 1983-1986 Meisterschüler bei Bernhard Heisig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, 1992-1993 Professur für Malerei an der Hochschule für bildende Künste in Berlin, danach an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, zahlreiche Ausstellungen u.a. in der Klostergalerie Unser Lieben Frauen in Magdeburg, in der Galerie Brusberg in Berlin und in der Galerie Döbele in Stuttgart.

Das Bett
Ölfarben auf Leinwand, 1991, 1400×1800, sign., dat., auf einem Etikett am edel gestalteten Künstlerrahmen betitelt. Expressive großformatige Malerei! Surreale (erotische?) Szene, die zahlreiche Deutungen und Spielräume für den Betrachter offenläßt.

3500.-
 179 179 Lingner, Max
(Leipzig 1888 – 1959 Berlin)
1908-1913 Studium der Malerei an der Kunstakademie Dresden bei Carl Bantzer, 1914-18 Militärdienst, 1918 Mitglied des Soldatenrats, dort beteiligt am Kieler Matrosenaufstand, 1928 Übersiedlung nach Paris; dort vorwiegend Arbeit als Zeichner für die Presseorgane Monde, Avantgarde, Lhumanité, 1939/40 Internierung u. a. im Lager Gurs, nach der Flucht Arbeit für die Résistance, 1949 Rückkehr nach Deutschland, 1949 Professor an der Hochschule für bildende und angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.

Arbeiterliebe (Liebespaar II)
Lichtdruck, Ende der 1940er Jahre, nach der Lithographie von 1926/27, 565×430, mon. (ling), num.(28/100), Lithographie herausgegeben vom Kulturbund zur Demokratischen Erneuerung Deutschlands. Laut Max-Lingner-Archiv bei der Akademie der Künste Berlin, handelt es sich bei der Original-Lithographie um eine Folge von vier Steindrucken zum Thema Arbeiterliebe, die vor dem 27. 2. 1927 entstanden sind und die der Künstler mit gleichem Datum Käthe Kollwitz geschenkt hat. Die ursprüngliche Lithographie ist bisher nur im Staatlichen Museum Moritzburg, Halle (Saale) nachweisbar. Alle anderen Exemplare sind vermutlich über die Zeit verloren gegangen. Hier das Plakat im Original-Steindruck. Vom Künstler signiert. Am unteren Rand gefalzt. Altersspurig, an den Rändern kleine Einrisse. Im Anbetracht der Zeit gutes Exemplar! Seltenes Zeitdokument!

200.-
 180 180 Mackensen, Gerd
(geb. 1949 Nordhausen – lebt in Nordhausen)
1970 – 1975 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden bei Gerhard Kettner und Günter Horlbeck, 197578 freier Mitarbeiter im Trickfilmstudio der DEFA, 197580 freier Mitarbeiter im Kinderbuchverlag Berlin.

Fritz I
Radierung, koloriert, 1986, 195×130, mon., dat., num.(II 2/40), betitelt, unter Passepartout lose montiert. Typische skurille Radierung des Künstlers.

110.-

<< Seite 5 | Seite 7 >>

Katalogverzeichnis

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13