Vita

Erika Stürmer-Alex

Erika Stürmer-Alex (Jg. 1938) zählt seit mehreren Jahrzehnten zu den wenigen singularen authentischen KünstlerInnen des Brandenburg-Berliner Kulturraumes. Das drückt sich nicht nur in ihrer künstlerischen Arbeit aus, sondern auch in ihrem Engagement für die Belange der Frauen in Kultur und Politik wie im Alltag. 2015 erhielt sie den Kunstpreis des Landes Brandenburg für ihr Lebenswerk. Dazu sagte sie in ihrer Dankesrede voller Stolz: Ich bin eine Regionalkünstlerin. Ich habe mich nicht darum gekümmert, in der „Welt draußen“ meinen Standort (im Sinne von Denkmal) zu finden. Ich...

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Josef Hegenbarth

In der Kunst Josef Hegenbarths lösen die Darstellungen und Gestaltungen des alltäglich Wunderbaren die Faszination im Betrachter aus. Seine Stilprägung als expressiver Zeichner erfährt Hegenbarth bereits in den 20er Jahren, erlebt aber seinen Durchbruch erst ab 1945. Seine Motivwelt bewegt sich nicht nur in Cafés, im Zirkus oder im Chaos der Strasse, sondern greift auch die mythischen und biblischen Gestalten auf und belebt die Figuren aus der Geschichte der Weltliteratur. Das Dramatische eines festgehaltenen Moments wird hervorgehoben, indem er die fließende Linienführung einsetzt,...

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Paul Kuhfuss

Als Kuhfuss 1919 auf Rügen „seine Erfindung“ machte, glaubte er seinen „persönlichen Stil“ gefunden zu haben; dieser bestand in der „expressiv übersteigerten Formenwelt, welche die geistige Unruhe und existenzielle Erregtheit seiner Zeit reflektierte“. In dieser Schaffensperiode dominiert die graphische Struktur, die Gegenstände der Abbildung werden nach seinem „subjektiven Ausdruckswillen“ geformt. Obwohl Kuhfuss von damaligen Kritikern gefeiert wurde, erlebt er seinen Durchbruch erst nach 1920, indem er, im Unterschied zu den meisten Expressionisten, nicht den Weg zum...

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Gerhard Altenbourg

Gerhard Altenbourg Der Meister nimmt sich die Freiheit! Arbeiten auf Papier Gerhard Altenbourg – seine Sehweise dringt oder ragt bis zu den Wurzeln hinab – schreibt Annegret Janda bereits 1968 mit einer Überzeugung und einem Weitblick, der aus der heutigen Sicht nur verblüffen kann. Und Lothar Lang, ein früher Förderer des Künstlers, schreibt unter seinem damaligen Pseudonym Ludwig Last: „In der verästelten Landschaft Altenbourgscher Zeichnungen und Steindrucke und in den gestrichelten und gepunkteten Zonen der Farbblätter äußert sich eine Kunstgesinnung, der es noch einmal um...

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Manfred Böttcher

„Die Möglichkeit der Vertiefung durch das Malen mehrerer Fassungen ist herrlich”, eine Aussage des Meisters, die er bei Atelierbesuchen immer wieder bekräftigte und die ein Kenner seiner Bilder besonders heute feststellen kann. Verblüffend oft hat er in Öl „Das Dock“ gemalt, die Bilder „In der Straßenbahn“, verschiedene, oft sehr expressive, Stilleben und die Strandbilder. Irgendwie fand er stets neue sinnliche Eindrücke, die ihn dazu bewegten, einer anderen Sicht die Referenz zu erweisen. Ein ewiges Suchen und Verwirklichen, gleichsam aus einer inneren Schau heraus, in...

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Hans Jüchser

Am 14. Juli 1894 wurde Hans Jüchser als Sohn eines Lehrers in Chemnitz geboren. Nach der Volksschule besucht er von 1910 bis 1915 das Lehrerseminar in Stollberg. Danach folgt die Militärzeit bis 1918, ein Jahr später eine kurze Tätigkeit als Lehrer. In den Jahren 1919 bis 1922 studiert er an der Kunstgewerbeschule in Dresden bei Arno Drescher und Georg Erler. Es ist die Zeit, in der Oskar Kokoschka an der Akademie lehrt. 1922 folgt schließlich das Studium an der Akademie der bildenden Künste Dresden – bis 1925 bei Otto Hettner, danach bei Ludwig von Hofmann, dessen...

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